Laufbereitschaft ist für Oberzell der Schlüssel

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 Oberzells Stürmer Anderson Gomes dos Santos.
Oberzells Stürmer Anderson Gomes dos Santos. (Foto: Josef Kopf)
Maximilian Kroh

Die Saison des SV Oberzell in der Fußball-Landesliga ist bislang eine Berg- und Talfahrt gewesen. Nach drei Niederlagen zum Auftakt folgte eine Reihe von wirklich guten Spielen. Zuletzt zeigte der SVO wieder zwei eher schwächere Leistungen. Ein Sieg im Heimspiel gegen den FV Altheim ist am Samstag um 15.30 Uhr daher Pflicht.

Grundsätzlich konnten die Oberzeller die 1:2-Heimniederlage gegen den starken FC Ostrach zwar verschmerzen. Nicht zufrieden war das Trainerteam Achim Pfuderer und Oliver Wittich aber mit der Leistung der Mannschaft. „Wir haben viel zu wenig investiert“, meint Wittich. „In die Laufbereitschaft, ins Spiel ohne Ball. Das war alles zu statisch, irgendwie zu bequem.“ So endete für Oberzell eine Serie von vier Siegen ohne Niederlage und der SVO verpasste die vorerst endgültige Befreiung aus dem Tabellenkeller. Zwar steht Oberzell nach acht Spielen im Mittelfeld auf Rang zehn, allerdings punktgleich mit dem FC Mengen auf dem Relegationsplatz. Punktgleich ist außerdem der FV Altheim, ein Sieg am Wochenende ist für Oberzell also das klare Ziel.

Auch die Gäste setzten den Saisonstart in den Sand, bekamen dann aber mit Siegen gegen die TSG Balingen II (2:1) und in Mengen (2:0) zunächst die Kurve. Am vergangenen Wochenende unterlag Altheim allerdings dem FC Leutkirch mit 2:4. Einen klaren Favoriten gibt es am Samstag somit nicht. „Wir gehen aber davon aus, dass wir mehr Ballbesitz haben werden“, meint Wittich. Dementsprechend entscheidend wird die Laufleistung sein, die Oberzell am Samstag auf den Platz bringt. „Die Jungs müssen Wege füreinander öffnen, auch mal bereit sein, einen Sprint anzuziehen, wenn sie den Ball dann nicht bekommen“, erklärt der Co-Trainer. „Nur so schaffst du dir Räume und nur so kannst du dir Chancen erspielen.“

Eine Erklärung für die fehlende Laufbereitschaft in den vergangenen Spielen haben sie beim SVO indes nicht: „Woran das liegt, können nur die Spieler selbst beantworten. Es wäre aber ein fataler Fehler zu glauben, dass uns weniger Aufwand zu guten Resultaten reicht.“ Allerdings, gibt Wittich zu, sei die Trainingsbeteiligung in den vergangenen Wochen aus arbeits- und studienbedingten Gründen nicht optimal gewesen. Deshalb soll vor allem der 4:0-Heimsieg gegen Mengen als Vorgabe für Samstag dienen, erklärt Wittich: „Wir müssen den Gegner gierig anlaufen, ihn unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen.“

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