Landratsamt Ravensburg übt Vorgehen im Fall einer Grippe-Pandemie in Deutschland

Lesedauer: 2 Min
 Auf den Ausbruch einer Grippe-Pandemie in Deutschland mit 50-prozentiger Ausfallquote bei den eigenen Mitarbeitern hat sich das
Auf den Ausbruch einer Grippe-Pandemie in Deutschland mit 50-prozentiger Ausfallquote bei den eigenen Mitarbeitern hat sich das Landratsamt mit einer Übung vorbereitet. (Foto: dpa/Maurizio Gambarini)
Schwäbische Zeitung

Der Verwaltungsstab des Landkreises ist eine Organisationseinheit des Katastrophenschutzes auf Grundlage der landesweiten Verwaltungsvorschrift Stabsarbeit. Er besteht aus rund 30 Mitarbeitern des Landratsamtes, die über einen Katastropheneinsatzplan auch außerhalb der regulären Arbeitszeit erreichbar sind. Der Verwaltungsstab unterstützt im Einsatzfall den Führungsstab der Feuerwehren, des THW sowie der Hilfsorganisationen verwaltungsseitig. Für die Landkreisverwaltung selbst ist er der Dreh- und Angelpunkt im Krisenfall und dient als Bindeglied sämtlicher Ämter und Organisationseinheiten des Landratsamtes im Katastrophenfall.

Auf den Ausbruch einer Grippe-Pandemie in Deutschland mit 50-prozentiger Ausfallquote bei den eigenen Mitarbeitern hat sich das Landratsamt kürzlich mit einer Übung des Verwaltungsstabs der Landkreisverwaltung vorbereitet. Neben den Führungsstäben für den Bereich der Blaulicht-Einheiten unterhält das Landratsamt einen eigenen Stab zur Abwicklung der Dienstgeschäfte und des Krisenmanagements in solchen Sonderfällen. An der Übung beteiligt waren Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Ämtern der Landkreisverwaltung, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamtes.

Welche Auswirkungen hat eine Pandemie auf die verschiedensten Bereiche des öffentlichen Lebens? Über welche Kanäle werden der Bevölkerung Schutzhinweise und laufend aktualisierte Informationen an die Hand gegeben? Wie sind die noch verbliebenen Mitarbeiter einzusetzen, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten? Diese und viele weitere Fragen wurden im Laufe der Übung geklärt, notwendige Maßnahmen getroffen und per Einsatztagebuch dokumentiert. Dabei stellten die Teilnehmer fest, dass die aktuelle Technik eine zügige und zielgerichtete interne und externe Kommunikation erheblich erleichtert. So wurden neben Pressemitteilungen und Bürgertelefon auch das Thema Soziale Medien sowie die Kommunikation zu den Nachbarlandkreisen, zum Regierungspräsidium und zum Innenministerium in den Fokus genommen.

„Gerade in Krisenfällen, wenn alle Bürger auf die Verwaltung schauen, muss diese routiniert und zuverlässig funktionieren“, wird Kreisbrandmeister Oliver Surbeck in dem Pressebericht zitiert. Durch die von den Mitarbeitern des Brand- und Katastrophenschutzes ausgearbeitete Übung konnte die Arbeitsroutine des Verwaltungsstabs nun weiter ausgebaut werden.

Der Verwaltungsstab des Landkreises ist eine Organisationseinheit des Katastrophenschutzes auf Grundlage der landesweiten Verwaltungsvorschrift Stabsarbeit. Er besteht aus rund 30 Mitarbeitern des Landratsamtes, die über einen Katastropheneinsatzplan auch außerhalb der regulären Arbeitszeit erreichbar sind. Der Verwaltungsstab unterstützt im Einsatzfall den Führungsstab der Feuerwehren, des THW sowie der Hilfsorganisationen verwaltungsseitig. Für die Landkreisverwaltung selbst ist er der Dreh- und Angelpunkt im Krisenfall und dient als Bindeglied sämtlicher Ämter und Organisationseinheiten des Landratsamtes im Katastrophenfall.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen