Landkreis Ravensburg erhält Geld für biologische Vielfalt

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Schwäbische Zeitung

Mit dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt will die grün-schwarze Landesregierung dem Verlust an Artenvielfalt entgegentreten. Laut Pressemitteilung hat das Umweltministerium über die vergangenen anderthalb Jahre Bilanz gezogen und mitgeteilt, wie viel Geld in die Landkreise für Naturschutzprojekte geflossen ist. Demnach erhielt der Landkreis Ravensburg rund 330 000 Euro für 93 Projekte vom Land.

Der Landkreis Ravensburg ist unter anderem Zielregion der Biotopvernetzungsstrategie und profitiere, etwa im Pfrunger Ried und im Wurzacher Ried, bereits heute von vielen Programmen auf EU-, Bund- und Landesebene. „Biodiversität ist eine der drängendsten Fragen der nächsten Jahrzehnte. Es wird von Bedeutung sein, ob und wie wir Lebensräume für bedrohte Tierarten schützen und erhalten. Deshalb hat die Landesregierung das bundesweit einmalige ‚Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt‘ im November 2017 auf den Weg gebracht“, informieren die Abgeordneten aus der Region Raimund Haser und August Schuler (CDU) sowie Petra Krebs und Manne Lucha (Grüne). In diesem Sonderprogramm stehen 36 Millionen Euro für verschiedene Maßnahmen in den Jahren 2018 und 2019 zur Verfügung. Dazu zählen der Erhalt und die Entwicklung von Schutzgebieten, Moorschutz oder Biotopverbund. Das Programm fördere auch den geringeren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die Förderung der biologischen Vielfalt in Ackerbauregionen oder die Wiedervernetzung von Lebensräumen.

Geplant sei zudem, im Jahr 2021 die Landesmittel für Naturschutz, im Vergleich zu 2011, auf rund 90 Millionen Euro zu verdreifachen.

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