ARCHIV - 09.04.2014, Sachsen-Anhalt, Sangerhausen: Ein Schild weist den Weg zur Agentur für Arbeit. Die Agentur für Arbeit gibt
ARCHIV - 09.04.2014, Sachsen-Anhalt, Sangerhausen: Ein Schild weist den Weg zur Agentur für Arbeit. Die Agentur für Arbeit gibt am 03.06.2020 die Arbeitsmarktzahlen für Mai 2020 bekannt. (Foto: Jan Woitas)
Schwäbische Zeitung

Die Zahl der Arbeitslosen in der Region Bodensee-Oberschwaben ist leicht zurückgegangen. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg waren im September 17 551 Menschen, 7656 Frauen und 9895 Männer, ohne Beschäftigung gemeldet, 237 weniger als im Vormonat (minus 1,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr hat die Arbeitslosigkeit aber um 5923 Menschen zugenommen. Dies entspricht einer Steigerung von 50,9 Prozent.

Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent

Wie die Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg weiter mitteilt, lag die Arbeitslosenquote damit im September unverändert bei 3,9 Prozent. Die Quote in Baden-Württemberg betrug 4,6 Prozent. Der Bodenseekreis hat mit 3,3 Prozent den zweitbesten Wert im Ländle. Im Landkreis Ravensburg waren 5871 Arbeitslose (2512 Frauen und 3359 Männer) gemeldet, was einem Minus von 145 zum Vormonat entspricht. Hier lag die Arbeitslosenquote im September bei 3,5 Prozent.

In der Summe sind in der Region Bodensee-Oberschwaben von März bis September insgesamt 9537 Anzeigen auf Kurzarbeit von Betrieben eingegangen. Darin wurden für 157 974 Menschen Kurzarbeit angezeigt. Besonders betroffen waren Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie, des Einzelhandels sowie des Hotellerie- und Gaststättengewerbes.

„Keine Entspannung am Arbeitsmarkt“

„Wir sehen noch keine Entspannung der Lage am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Gleichzeitig liegen die Angebote an offenen Arbeitsstellen deutlich hinter den Zahlen der Vorjahre“, sagt Katja Thönig, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg.

„Es gibt auch positive Signale: Handwerk, Baugewerbe und der soziale Sektor trotzen der Corona-Krise und melden unverändert offene Arbeits- und Ausbildungsstellen. Auch Zeitarbeitsunternehmen stellen wieder ein. Zudem scheint der Höhepunkt der Kurzarbeiterzahlen überschritten zu sein“, so Thönig. „Wo es machbar ist, findet eine Vermittlung in Arbeit statt. Außerdem kümmern wir uns mit intensiven Nachvermittlungen um die jungen Menschen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.“

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