Kressbronn kann Herbstmeister küren

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 Der SV Kressbronn (rechts Yannik Lang gegen Heimenkirchs Lukas Selig) kann dem SV Weingarten zur Herbstmeisterschaft verhelfen.
Der SV Kressbronn (rechts Yannik Lang gegen Heimenkirchs Lukas Selig) kann dem SV Weingarten zur Herbstmeisterschaft verhelfen. (Foto: Florian Wolf)
Klaus Eichler

Der SV Kressbronn kann am 15. Spieltag der Fußball-Bezirksliga (Sonntag 14.30 Uhr) den spielfreien Tabellenführer SV Weingarten zum Herbstmeister küren. Dann nämlich, wenn der SVK mindestens einen Punkt gegen den Tabellenzweiten SV Beuren holt. Nichts Neues gibt es im Tabellenkeller: Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen wird für die Mannschaften größer und größer. Zwischen Abstiegsrelegationsplatz und Tabellenplatz 13 liegen bereits sieben Punkte.

Wer bleibt oben dran? Der Vierte SV Kressbronn, der den Zweiten SV Beuren erwartet? Oder der Fünfte, Aufsteiger SV Fronhofen, der den Dritten TSV Heimenkirch zu Gast hat? Der SV Weingarten kann an seinem spielfreien Wochenende mit komfortablem Vorsprung gelassen zuschauen. „Von diesem Titel können wir uns aber nichts kaufen“, meint SVW-Trainer Thomas Gadek über die mögliche Herbstmeisterschaft. „Das ist in erster Linie auch nicht unser Anliegen“, sagt Kressbronns Trainer Klaus Gimple über Schützenhilfe für den Spitzenreiter. „Wir wollen gegen Beuren unseren positiven Trend fortsetzen.“ Kressbronn ist seit vier Spieltagen unbesiegt.

Für Fronhofen ist die Begegnung gegen Landesligaabsteiger Heimenkirch das letzte Heimspiel des Jahres. „Für uns ein Highlight und schon jetzt krönender Abschluss einer tollen Vorrunde“, sagt Fronhofens Trainer Gerhard Schmitz. „Wir werden wieder viele Kilometer laufen müssen.“ Der TSV hat beide Trainingseinheiten unter der Woche auf Rasen verlegt. „Fronhofen ist schwer einzuschätzen“, sagt Daniel Feistle vom TSV-Trainerstab, „das wird ein hartes Stück Arbeit.“

Für den VfL Brochenzell ist das Spiel zu Hause gegen die SG Argental die Generalprobe für das Derby kommende Woche beim TSV Meckenbeuren. Gegen die SG will Brochenzell auch im 27. Pflichtspiel in Folge zu Hause nicht als Verlierer vom Platz gehen. Nachdem Argental dem Spitzenreiter die erste Saisonniederlage beigebracht hat, könnte die Mannschaft von Trainer Peter Riedlinger mit einem Sieg gegen den VfL ein weiteres Mal Saisongeschichte schreiben. „Fakt ist, dass der Abstand zum Relegationsplatz nur einen Punkt beträgt“, sagt VfL-Trainer Rolf Weiland zum engen Tabellenbild.

Stillstand herrschte am vergangenen Spieltag auf den Abstiegsplätzen. Keiner der fünf Kontrahenten punktete dreifach. Isny, Eglofs und Baindt haben schon früh das rettende Ufer aus den Augen verloren, nicht viel anders sieht es bei Maierhöfen-Grünenbach und Unterzeil-Reichenhofen aus. Profitieren davon konnte Aufsteiger FC Lindenberg, der zum siebten Mal in Folge ungeschlagen blieb und sich ein Sieben-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge verschafft hat. Lindenberg steht gegen den TSV Meckenbeuren vor keiner unlösbaren Aufgabe. „Wir wollen 20 Punkte bis zur Winterpause holen“, sagt FC-Trainer Markus Reichart. „Wir müssen also nachlegen.“

Im Kellerduell machen sich der FC Isny und der SC Unterzeil-Reichenhofen gegenseitig die Punkte streitig. Trotz einem Punkt aus zwei Spielen bleibt Interimstrainer Simon Stiller vom Letzten FC Isny optimistisch. „Die Jungs trainieren gut. Was fehlt, sind die Ergebnisse.“ Der SV Eglofs reist zum TSV Eschach, dessen Trainer Stefan Krause sagt: „Wir wollen die Vorrunde positiv abschließen.“ Um die Meisterschaft mitspielen ist für Eschach wohl endgültig abgehakt. „Wir wollten uns erstmal in der Liga etablieren.“ Der SV Baindt tut sich weiterhin schwer mit dem Punkte sammeln, das wird beim SV Mochenwangen nicht anders sein. Der Fokus liegt schon jetzt auf den letzten beiden Spielen des Jahres, wenn der SV Eglofs und der SV Maierhöfen-Grünenbach nach Baindt auf die Klosterwiese kommen. „Wenn wir mit einem optimistischen Gefühl in die Winterpause gehen wollen, müssen aus den drei Spielen sechs Punkte her“, fordert Baindts Trainer Philipp Meißner.

Für den SV Maierhöfen-Grünenbach dürfte es schwer werden, die Abstiegsplätze noch vor dem Winter hinter sich zu lassen. Vier Spiele muss der SV noch absolvieren, drei davon auswärts. Der erste Gegner ist der SV Seibranz, der sich Stück für Stück Luft verschafft hat im Abstiegskampf.

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