Kracherspiel folgt auf Kracherspiel für FV Ravensburg

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Burhan Soyudogru (li.) war diese Saison schon verletzt, er steht dem FV Ravensburg im Spiel gegen Reutlingen aber zur Verfügung.
Burhan Soyudogru (li.) war diese Saison schon verletzt, er steht dem FV Ravensburg im Spiel gegen Reutlingen aber zur Verfügung. (Foto: Elke Obser)
Sportredakteur

Es geht derzeit Schlag auf Schlag für die Fußballer des FV Ravensburg. Schon wieder steht eine englische Woche bevor. Die Gegner könnten schwerer kaum sein, es geht mit Reutlingen gegen den Tabellenzweiten der Oberliga und drei Tage später zum Tabellendritten Bissingen.

Der SSV Reutlingen und der FSV 08 Bissingen gehören in diesem Jahr zu den Mitfavoriten um den Aufstieg in die Regionalliga. Zwar ist die Saison in der Oberliga noch sehr jung, dennoch zeigt sich bereits, dass sowohl Reutlingen als auch Bissingen das Zeug dazu haben, ganz oben mitzuspielen. „Das war unser bestes Spiel seit Jahren“, sagte Reutlingens Fußballvorstand Michael Schuster dem „Reutlinger General-Anzeiger“ nach dem 4:0-Heimsieg gegen den SGV Freiberg.

Immer noch viele Verletzte

Mit drei Siegen und einem Unentschieden sind die Reutlinger noch ungeschlagen und kommen an diesem Mittwoch um 18 Uhr als Tabellenzweiter ins Ravensburger Stadion im Wiesental. Ein absoluter Härtetest für die Mannschaft von Trainer Steffen Wohlfarth, die mit sieben Punkten aus vier Spielen auf Platz vier rangiert. „Das ist ein Topteam der Liga, keine Frage“, sagt Ravensburgs Trainer über den kommenden Gegner. „Sie sind gut drauf, das ist eine starke Mannschaft. Aber auch Reutlingen ist schlagbar.“

Der FV geht also mit Respekt in die Begegnung, will aber seinerseits natürlich das Heimspiel gewinnen und dabei an die gute erste Hälfte zuletzt in Spielberg anknüpfen. Die Partie endete 2:2. Doch wie berichtet, hätte Ravensburg das Spiel auch gewinnen können. Wenn es nicht zu einem kuriosen Zwischenfall gekommen wäre. Just in dem Moment, als Daniel Hörtkorn das vermeintliche 3:2 erzielte, gab es einen unglücklichen Pfiff des Schiedsrichters. Platzverweis für Spielberg statt Treffer für Ravensburg – das war natürlich Pech für den FV.

Jammern ist jedoch nicht die Sache von Wohlfarth. Weder über die Partie in Spielberg, noch über die noch immer sehr angespannte personelle Situation. „Aber es ist schon nicht ganz normal, was derzeit bei uns los ist“, meint er. Führungsspieler wie Sebastian Mähr, Sebastian Reiner, Jona Boneberger oder Jascha Fiesel waren oder sind verletzt. In dieser Woche meldeten sich zudem weitere Spieler wegen Krankheit ab. „Kaum kommen welche zurück, fallen andere aus“, sagt Wohlfarth.

Immerhin besteht die Hoffnung, dass Jona Boneberger gegen Reutlingen wieder zurück in den Kader kehrt – nach seinem Nasenbeinbruch mit Maske.

Für das „Kracherspiel“ (Wohlfarth) gegen den SSV Reutlingen hofft der FV-Trainer auch auf die Unterstützung des Ravensburger Publikums. „Sie dürfen ruhig kritisch sein“, meint Wohlfarth. Damit spielt er auf die Kommentare nach der Pokalniederlage gegen den 1. Göppinger SV an. „Aber ich wünsche mir, dass uns die Zuschauer gegen Reutlingen 90 Minuten lang unterstützen.“

Auf Aufgaben wie die Spiele gegen Reutlingen und Bissingen – und in der Woche drauf gegen Nöttingen – freuen sich die FV-Fußballer natürlich. Allerdings würde sich Wohlfarth angesichts der zahlreichen englischen Wochen auch mal wieder „über einen normalen Rhythmus freuen“. Wobei: „Englische Wochen sind derzeit ja der normale Rhythmus.“

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