Konzertchor Ravensburg trauert um Rudolf Wetzel

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1958 hat Rudolf Wetzel den „Ravensburger Singkreis“, heute „Konzertchor Ravensburg“, gegründet und seinen „Singkreis“ über 40 Jahre hinweg mit großem Engagement und viel Herzblut bis 1998 geleitet.

Parallel zu seiner Chorarbeit mit dem „Ravensburger Singkreis“ hat er von 1970 bis 1990 auch den Kirchenchor St. Jodok geführt und darüber hinaus noch bis 1999 die Choral-Schola dieser Kirche betreut.

Mit diesen beiden Chören, dem „Ravensburger Singkreis“ und dem Kirchenchor als auch der Choral-Schola von St. Jodok, hat er nicht nur das ganze kirchenmusikalische Leben und Geschehen von St. Jodok, sondern insgesamt über vier Jahrzehnte hinweg auch das kulturelle Leben von Ravensburg auf eine sehr vielseitige Weise nachhaltig mitgestaltet, mitgeprägt und dabei vorbildliches geleistet. 40 Jahre „Ravensburger Singkreis“ und nahezu 30 Jahre kirchenmusikalisches Wirken an St. Jodok ist das beeindruckende, ehrenamtlich erbrachte Lebenswerk eines Mannes, der dies alles als Autodidakt geleistet hat, inspiriert und getrieben von seiner Begeisterung und einer tief empfundenen Liebe zur Musik.

Neben geistlichen und weltlichen Werken der Renaissance und des Frühbarock, den großen Werken der Musikliteratur, der Marien-Vesper von Claudio Monteverdi, der Johannes-Passion und der h-moll Messe von Johann Sebastian Bach, dem Messias von Georg Friedrich Händel, dem Mozartschen Requiem und der Krönungsmesse, der Nelson- und Theresien-Messe von Joseph Haydn, hat er mit dem „Ravensburger Singkreis“ mit großem Selbstverständnis auch Werke zeitgenössischer Komponisten wie Hugo Distler, Paul Hindemith, Ernst Pepping, Michael Komma und Arvo Pärt aufgeführt.

Als Fingerzeig auch auf das kompositorische Wirken von Rudolf Wetzel hat bei der Trauerfeier für Rudolf Wetzel in der Kirche von Grünkraut coronabedingt ein Kleinchor des „KonzertChors Ravensburg“ unter der Leitung von Hans Georg Hinderberger unter anderem auch den zweistimmigen Chorsatz eines Abendliedes gesungen aus einer Sammlung mit von Rudolf Wetzel vertonten „Weltlichen Liedern zum Tageslauf“.

Besondere Höhepunkte in seinem Wirken mit dem „Ravensburger Singkreis“ waren Ende der 1970er Jahre die Teilnahme am „Lindauer Frühling“, einem Festival für die Musik des 18. Jahrhunderts, die Übernahme des Chorparts an den Opern-Aufführungen der Musikschule Ravensburg unter ihrem ehemaligen Leiter Lutz Eistert in den 80er und 90er Jahre.

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