Konzert begeistert über 3000 Menschen

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Mehr als 3000 Besucher haben am Ostermontag das 51. Lobpreiskonzert der Gemeinschaft Immanuel Ravensburg in der Oberschwabenhal
Mehr als 3000 Besucher haben am Ostermontag das 51. Lobpreiskonzert der Gemeinschaft Immanuel Ravensburg in der Oberschwabenhalle besucht. (Foto: Babette Caesar)
Schwäbische Zeitung
Babette Caesar

Mehr als 3000 Besucher haben sich am Ostermontag auf den Weg in die Oberschwabenhalle zum 51. Lobpreiskonzert der Gemeinschaft Immanuel Ravensburg gemacht. So viele wie in keinem der vorangegangenen Konzerte der „Lobpreiswerkstatt“. Quer durch alle Generationen und verschiedene Konfessionen stand der diesmalige Abend unter dem Motto „Hoffnung“. Ein „Dennoch“ trotz persönlicher, kirchlicher oder gesellschaftlicher Situationen als Zeichen zu setzen, kam gut an. Musikalisch wie in Form eines Gottesdienstes.

Die Halle füllte sich im Nu. Mit Besuchern aus dem Umkreis von Ravensburg ebenso wie mit weiter Angereisten aus dem süddeutschen Raum, der Schweiz und Österreich. Vom Kleinkind bis zu den Großeltern reichte die Altersspanne, die sich auf diese besondere Mischung aus Konzert und Gottesdienst freuten. „Gott suchen – begegnen – erleben“ ist die Botschaft, die gerade zum Osterfest vor dem Hintergrund der Auferstehung Jesu Anlass zum Feiern bietet.

Christliche Lieder voller Power

Die vielköpfige Band der Lobpreiswerkstatt als ein Arbeitszweig der katholischen Laiengemeinschaft Immanuel Ravensburg begeisterte mit Liedern, die zum Teil selbst komponiert, zum Teil traditionelle Kirchenchoräle in neu interpretiertem Gewand sind. Melodisch dem Rock- und Popgenre verwandt, gaben sie sich rhythmisch hoch energetisch aufgeladen. Zu Texten, die auf einer Großbildleinwand eingeblendet wurden und zum Mitsingen einluden. Zeilen, die den Herrn preisen, dessen Name über die Welt strahlt. „Du bist mein Berg, mein fester Turm“ erklang als Ausdruck für den Glauben an die Kraft der Auferstehung. Zu „What a powerful Name it is, the Name of Jesus“ standen die meisten der Besucher auf – andächtig, freudig und die Arme empfangend gen Himmel gehoben. Andere verfolgten das Geschehen eher still, auf sich bezogen. Locker ging es gleich nebenan in der Malwerkstatt zu. Nicht für Eltern zum Kinderabgeben gedacht, sondern für alle sei sie da. Bilder mit Kreuzen und Herzen entstanden, Wörter wie „Zuversicht“ waren zu lesen.

Hoffnung ist Frage der Haltung

Die Lobpreisung „Er erleuchtete die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch Ihn berufen seid, welcher Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt“ aus dem Epheserbrief leitete zum Gottesdienst über. Mit Gitarrist und Songwriter Matthias Schyra, der vor das Mikrofon trat und der christlichen Botschaft von Glaube, Liebe, Hoffnung nachging. „Hopen“ in der Bedeutung von „hüpfen“ oder „zappeln“ als positive Erwartungshaltung, dass etwas Wünschenswertes eintreten wird, ohne dass wirkliche Gewissheit darüber besteht, ist bei Wikipedia nachzulesen. Etwas zu riskieren, ohne zu wissen, wie es ausgeht, kann Hoffnung sein. Letztlich, so Schyra, ist Hoffnung eine Frage der Haltung, zu der man sich entscheiden kann. Für Jesus und die Liebe Gottes, für ein leeres Kreuz als Zeichen für den Anfang des Lebens und für die Freiheit. „Liebe kann man sich nicht verdienen. Gott liebt dich bedingungslos“, machte er einmal mehr deutlich. Anhand einer Auswahl von „Ihr seid“- Worten und sehr pragmatischen Beispielen: „Wie oft muss ich dich küssen, damit du mich auch in Zukunft liebst. Ist doch irgendwie schräg!“ Lieder wie „Der Herr ist mein Hirte“ oder „King of my Heart“ folgten auf den Gottesdienst.

Musikalisch weniger rocklastig und gesanglich mehr der Stille, dem Spiritual zugewandt waren diejenigen zum Beten am Kreuz aufgefordert, die das Bedürfnis verspürten. Zu wiederum Powergeladenen Klängen feierte diese große Christengemeinde euphorisch bis dicht am Bühnenrand stehend das Osterfest und dessen ermutigende Botschaft.

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