Knochenjob Schneeschippen: Seniorenrat rät zu direkter Hilfe unter Nachbarn

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 Ein Mann schippt Schnee auf einem Gehsteig.
Ein Mann schippt Schnee auf einem Gehsteig. (Foto: Andreas Gebert/dpa)
Schwäbische Zeitung

Schneeräumen war am Wochenende ein Knochenjob, den alte oder kranke Menschen kaum selber machen können. Doch die Nachbarschaftshilfen der Kirchen und die Freiwilligenagentur der Stadt können dafür keine Hilfe vermitteln – zum einen aus versicherungstechnischen Gründen, wie es heißt, zum anderen, weil dort vorwiegend ältere Damen engagiert sind. Wer Unterstützung braucht, wird von den genannten Organisationen an gewerbliche Anbieter verwiesen, die den Räumdienst gegen Geld anbieten. „Wer Hilfe braucht, könnte mal in der Nachbarschaft fragen“, sagt der Vorsitzende des Stadtseniorenrats, Ulrich Schlotter. „Es gibt willige Nachbarn, die auch mal einen Weg für andere freischippen.“

Streusand von Spielplätzen holen

Die Regeln in Ravensburg: Gehwege müssen werktags ab 7 Uhr, sonn- und feiertags ab 9 Uhr geräumt und gestreut sein. Die Räumpflicht endet um 20 Uhr. Splitt und Streusand werden vom Betriebshof der Stadt und von den Bauhöfen der Ortschaften ausgegeben. Das Material kann auch in kleineren Mengen auch aus Streugutbehältern an den Straßen sowie aus Sandkästen öffentlicher Kinderspielplätze geholt werden, so die Stadtverwaltung. Die Verwendung von Streusalz ist nicht erlaubt – außer bei Glatteis auf Steilstrecken und Treppen. Wer nicht räumt, kann eine Geldbuße aufgebrummt bekommen, die laut Stadtverwaltung mindestens 5 Euro und höchstens 1000 Euro beträgt.

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