Monika Braun und Friedhelm Selige von Patchwork sowie Franz Szymanski (vordere Reihe, Mitte) bei der Übergabe der Spenden an die
Monika Braun und Friedhelm Selige von Patchwork sowie Franz Szymanski (vordere Reihe, Mitte) bei der Übergabe der Spenden an die kirchlichen Hilfsinitiativen für Honduras und Kamerun. (Foto: Katholische Seelsorgeeinheit Ravensburg Mitte)
Schwäbische Zeitung

Von „Nachhaltigkeit“ ist viel die Rede, wie es praktisch laufen kann, zeigen die ökumenischen Patchwork-Läden in der Ravensburger Herrenstraße. Die gespendeten gut erhaltenen Textilien, Schuhe und Spielsachen verhelfen nicht nur den Kunden zu günstigen Kleidungsstücken, dank des Einsatzes von 90 Ehrenamtlichen bleibt Jahr für Jahr ein beträchtlicher Überschuss, der wiederum Hilfsprojekten zugutekommt. Neben diesen Mitte März verteilten gut 50 000 Euro konnten Ende März nochmals je 5000 Euro an Hilfsprojekte für Honduras und Kamerun verteilt werden, teilt die katholische Seelsorgeeinheit Ravensburg-Mitte mit.

Erstmals steuerte die überregionale „Aktion Hoffnung“, ein Altkleiderprojekt in der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart, zu je 1250 Euro jeweils 3750 Euro zusätzlich bei. Zur Spendenübergabe kam Projektmanager Franz Szymanski aus Stuttgart ins Gemeindehaus Liebfrauen. Zusammen mit Monika Braun und Friedhelm Selige von Patchwork erklärte er den Altkleider-Kreislauf, der von Ravensburg aus internationale Hilfe für Bedürftige ermöglicht.

Gut erhaltene Kleidungsstücke, Schuhe und Textilien, die sich nicht direkt in den Patchwork-Läden für Kinder und Erwachsene anbieten lassen, werden wöchentlich von der „Aktion Hoffnung“ abgeholt. Sie gehen entweder in andere Second-hand-Läden oder als Hilfsgüter direkt an Partnerorganisationen in Afrika. Nur ein kleiner Teil wird in Deutschland für Patchwork-Teppiche, Textillappen für die Industrie oder Schonteppiche fürs Handwerk umgearbeitet, geht aus der Pressemitteilung hervor.

Mehr als 6200 Tonnen Kleider werden so von der Initiative jährlich verwertet. Der Überschuss von rund 400 000 Euro pro Jahr werde an zehn Trägerverbände weitergeleitet, die in der Entwicklungshilfe aktiv sind, oder eben an Basisprojekte kirchlicher Gruppen wie jetzt in Ravensburg.

Marianne Klett stellte das Kamerun-Projekt „Fako South“ des evangelischen Kirchenbezirks vor. Seit fast 20 Jahren bestehen persönliche Kontakte nach Kamerun. Unterstützt werden eine Grundschule sowie bedürftige Schüler. Seit über 25 Jahren bestehen die Kontakte der katholischen Eine-Welt-Gruppe nach Honduras, berichtete Petra Seeburger. Im Kinderdorf „Rancho Santa Fe“ werden mehr als 500 Straßenkinder betreut und ausgebildet. Außerdem werden über das Hilfsprojekt auch zwei Krankenhäuser sowie ein Behindertenheim gefördert.

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