Kirchenbrand: Polizei nimmt mutmaßlichen Brandstifter fest

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Die Kirchen St. Martin in Schlier und St. Jodok in Ravensburg (Foto) haben am 10. März binnen weniger Stunden beide gebrannt. J
Die Kirchen St. Martin in Schlier und St. Jodok in Ravensburg (Foto) haben am 10. März binnen weniger Stunden beide gebrannt. Jetzt glaubt die Polizei, den Brandstifter gefasst zu haben. (Foto: Felix Kästle/dpa)
Schwäbische Zeitung
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Etwa bei jedem zehnten Brand ist Brandstiftung im Spiel. Wohnungsbrände, aber auch ein erheblicher Anteil der Wald- und Industriebrände sind vorsätzlich gelegt. Die Brandstiftung zeigt sich oft darin, dass die Feuer an mehreren Stellen gleichzeitig ausbrechen und dass die Polizei typische „Brandbeschleuniger“ wie Benzin am Tatort nachweisen kann.

Oft kommt es zu ganzen Serien von Brandstiftungen, die Feuerteufel erst dann beenden, wenn sie gefasst werden. Bei Brandstiftung geht es laut Experten oft um Versicherungsbetrug, politisch motivierte Gewalttaten, das Verdecken einer Straftat – oder um Pyromanie, krankhaft motiviertes Legen von Feuer. Experten zufolge handelt es sich dabei um eine folgenschwere seelische Störung. Brandstifter empfinden großes Vergnügen daran, Feuer zu legen, und Lust und Genuss an den Flammen selbst. Die Folgen des Brandes sind ihnen weitestgehend gleichgültig.

Oft tauchen Brandstifter als „Zuschauer“ auf oder geben sich gar als Entdecker der Tat. Viele zündeln aus Neid, Ärger, Rache – und Frust. 90 Prozent der Brandstifter sind männlich, die meisten von ihnen Jugendliche, Heranwachsende oder junge Erwachsene. Zwischen 70 und 90 Prozent sind laut Studien alleinstehend, unverheiratet, geschieden, ledig oder haben in Bezug auf sexuelle und langfristige Beziehungen große Schwierigkeiten.

Hat die Polizei den Kirchenbrandstifter von Ravensburg gefasst? Es gibt eine Festnahme.

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Etwa bei jedem zehnten Brand ist Brandstiftung im Spiel. Wohnungsbrände, aber auch ein erheblicher Anteil der Wald- und Industriebrände sind vorsätzlich gelegt. Die Brandstiftung zeigt sich oft darin, dass die Feuer an mehreren Stellen gleichzeitig ausbrechen und dass die Polizei typische „Brandbeschleuniger“ wie Benzin am Tatort nachweisen kann.

Oft kommt es zu ganzen Serien von Brandstiftungen, die Feuerteufel erst dann beenden, wenn sie gefasst werden. Bei Brandstiftung geht es laut Experten oft um Versicherungsbetrug, politisch motivierte Gewalttaten, das Verdecken einer Straftat – oder um Pyromanie, krankhaft motiviertes Legen von Feuer. Experten zufolge handelt es sich dabei um eine folgenschwere seelische Störung. Brandstifter empfinden großes Vergnügen daran, Feuer zu legen, und Lust und Genuss an den Flammen selbst. Die Folgen des Brandes sind ihnen weitestgehend gleichgültig.

Oft tauchen Brandstifter als „Zuschauer“ auf oder geben sich gar als Entdecker der Tat. Viele zündeln aus Neid, Ärger, Rache – und Frust. 90 Prozent der Brandstifter sind männlich, die meisten von ihnen Jugendliche, Heranwachsende oder junge Erwachsene. Zwischen 70 und 90 Prozent sind laut Studien alleinstehend, unverheiratet, geschieden, ledig oder haben in Bezug auf sexuelle und langfristige Beziehungen große Schwierigkeiten.

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