Rahman Soyudogru (vorne) und sein Cousin Burhan Soyudogru vom FV Ravensburg waren beim Sieg gegen Backnang die besten Spieler. D
Rahman Soyudogru (vorne) und sein Cousin Burhan Soyudogru vom FV Ravensburg waren beim Sieg gegen Backnang die besten Spieler. Doch Rahman Soyudogru war in den vergangenen Tagen krank, sein Einsatz an diesem Wochenende ist noch nicht sicher. (Foto: Florian Wolf)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

Mit einem Blick auf die Tabelle könnte man meinen, den FV Ravensburg erwarte am Samstag um 15.30 Uhr ein leichtes Auswärtsspiel in der Fußball-Oberliga. Es geht zum Drittletzten SV Sandhausen II. Doch trotz der Negativserie der zweiten Mannschaft des Zweitligisten warnt FV-Trainer Steffen Wohlfarth vor der Partie.

„Der Gegner steht mit dem Rücken zur Wand“, sagt Wohlfarth. „Das ist für uns eine gefährliche und schwierige Situation.“ Die Gefahr, dass seine Spieler den kommenden Gegner unterschätzen, sieht Ravensburgs Trainer aber nicht. „Ich habe es mehrfach betont und glaube, dass die Mannschaft gut eingestellt ist.“

Für den FV geht es in Sandhausen schließlich auch darum, an den Spitzenplätzen der Oberliga dranzubleiben. Als derzeit Fünfter hat Ravensburg nur vier Punkte weniger als der Tabellenzweite FSV 08 Bissingen – und zwei Spiele weniger. Soll also nach vorne noch etwas gehen in dieser Saison, dann muss Ravensburg die Partie beim SV Sandhausen II gewinnen. Die U23 des Zweitligisten hat eine lange Durststrecke hinter sich. Der letzte Sieg gelang dem Tabellen-16. am 15. Spieltag – am 11. November gewann Sandhausen mit 3:0 gegen die Neckarsulmer Sport-Union.

Es folgte ein 0:0 in Pforzheim sowie ein 0:0 gegen Oberachern. Seither allerdings wartet der SVS auf einen Punkt. Sechs Niederlagen in Folge musste Sandhausen einstecken, am vergangenen Spieltag gab es eine 0:2-Niederlage beim Bahlinger SC. „Wir wollten lange mitspielen, aber die Mehrzahl der Chancen war beim Gegner“, sagte Sandhausens Trainer Kristjan Glibo. „Die erste Halbzeit war aber okay bei uns, da haben wir nicht viel zugelassen.“

Der FV dagegen hat derzeit einen Lauf. In diesem Jahr hat Ravensburg noch nicht verloren, zuletzt drehte der FV sein Heimspiel gegen die TSG Backnang und machte aus dem 0:1 einen 2:1-Sieg. „Als Mannschaft haben wir zuletzt gut funktioniert“, sagt Wohlfarth. „Zufrieden sein werde ich aber nie, es gibt immer noch viel Arbeit.“ Der Ex-Profi und sein Co-Trainer Andreas Raaf haben vor dem Spiel in Sandhausen unter anderem die Aufgabe, sich eine Aufstellung zu überlegen. „Eigentlich will ich gar nicht viel ändern“, meint Wohlfarth.

Einige Kranke und Verletzte

Aber vielleicht muss er. Sebastian Mähr, Sebastian Reiner und der dritte Torwart Niklas Volo sind noch verletzt, Jascha Fiesel nach seiner jüngst erlittenen Knöchelverletzung angeschlagen. Unter der Woche fehlten zudem Toptorjäger Rahman Soyudogru, Torwart Kevin Kraus, Philipp Altmann und Jona Boneberger – alle waren krank. „Wir müssen erst noch schauen, wer für das Wochenende verfügbar ist“, sagt Wohlfarth. „Wir sind in einer guten Verfassung, da ist jeder Ausfall ärgerlich.“

In Sandhausen wird Ravensburg höchstwahrscheinlich das Spiel machen müssen, Sandhausen wird wohl zunächst tief stehen und auf Konter lauern. Da die erste Mannschaft bereits am Freitagabend in der Zweiten Liga spielt, könnte es für die U23 auch Verstärkung geben. „Zweite Mannschaften sind immer eine Art Wundertüte“, weiß Wohlfarth aus Erfahrung. „Es ist immer schwierig, gegen eine zweite Mannschaft zu spielen.“ Am Ziel der Ravensburger ändert das aber nichts: In Sandhausen sollen drei Punkte geholt werden.

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