Jugendhaus: Kein ausreichender Brandschutz

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Das Jugendhaus Kernstadt kann zur Zeit aufgrund von Problemen mit Brandschutz und Fluchtwegen nicht wie gewohnt genutzt werden. Um im Brandfall die Flucht aus dem Gebäude zu ermöglichen, will die Stadt außerhalb des Gebäudes für 170 000 Euro eine Fluchttreppe bauen und die Tür im Untergeschoss verbreitern. Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat dem Gemeinderat empfohlen, das Vorhaben zu unterstützen. Zur Zeit dürfen maximal 100 Menschen gleichzeitig im Gebäude sein, bisher waren es mehr als 300. Im Erdgeschoss ist die Zahl auf 20 Menschen beschränkt, in der Disco auf nur 50 statt der bisher erlaubten 200. „So kann man das Jugendhaus nicht mehr vernünftig betreiben“, sagte Karlheinz Beck vom Amt für Schule, Jugend und Sport im Ausschuss. Er berichtete von Enttäuschung bei Jugendlichen und Mitarbeitern über den Zustand. Mit den neuen Fluchtwegen dürfen wieder etwas mehr Menschen gleichzeitig im Gebäude aufhalten. Doch für eine umfassende Nutzung müssten auch tragende Gebäudeteile und Decken so feuerfest gemacht werden, wie es Brandschutzvorschriften verlangen. Dafür müsste die Stadt der ersten Berechnung eines Architekturbüros zufolge mit Kosten „weit über einer Million Euro“ rechnen. Baubürgermeister Dirk Bastin sagte, man werde die Treppe als Sofortmaßnahme beauftragen und dann untersuchen, ob eine Generalsanierung des Gebäudes notwendig ist. Das Bauordnungsamt drängt auf eine endgültige Lösung bis spätestens 2023.

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