Johanniter liefern Pakete nach Südosteuropa

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 Bei der Verteilung der Pakete des Johanniter-Weihnachtstruckers in Bosnien hatte eine junge Frau darum gebeten, allen Spendern
Bei der Verteilung der Pakete des Johanniter-Weihnachtstruckers in Bosnien hatte eine junge Frau darum gebeten, allen Spendern in Deutschland in Deutsch danke sagen zu können. (Foto: Dorothea Berges/Johanniter)
Schwäbische Zeitung

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens und engagiert sich seit mehr als 60 Jahren in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen. Mit mehr als 14 000 Beschäftigten, rund 30 000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und über 1,4 Millionen Fördermitgliedern zählt der gemeinnützige Verein mittlerweile zu einer der größten Hilfsorganisationen in Europa. Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist eigenen Angaben nach mit knapp 300 Regional-, Kreis- und Ortsverbänden im gesamten Bundesgebiet vertreten. International leistet der Verein humanitäre Hilfe bei Hunger- und Naturkatastrophen. Mehr Informationen zu den Johannitern in Baden-Württemberg gibt es im Internet unter der folgenden Adresse: www.johanniter.de/bw

Sechs bewegte Tage und fast 17 000 gefahrene Kilometer liegen hinter den rund 140 haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die sich mit dem Johanniter-Weihnachtstrucker am 26. Dezember auf den Weg nach Albanien, Bosnien-Herzegowina, nach Nord- und Zentral-Rumänien, Bulgarien und in die Ukraine aufgemacht hatten. Jetzt sind sämtliche Sattelschlepper wieder wohl behalten zurück in der Heimat angekommen. Das schreiben die Johanniter in einer Pressemitteilung.

Alle 56 172 Pakete sind übergeben, davon 4224 aus Baden-Württemberg, die Ladeflächen sind leer und die Herzen und Köpfe der Teilnehmer sind voll von berührenden Begegnungen und unvergesslichen Erfahrungen. Mit dabei waren auch wieder viele Pakete aus Oberschwaben.

44 Lastwagen mit 88 ehrenamtlichen Fahrern waren in sechs Konvois gemeinsam mit je zwei Konvoi-Leitern sowie zahlreichen Helfern und Fotografen am zweiten Weihnachtsfeiertag Richtung Südosteuropa aufgebrochen. Auch aus Region waren zahlreiche Helfer mit dabei, um über Autobahnen, durch Städte und über unwegsame Schotterwege in die Zielregionen zu gelangen.

In den Zielregionen wurden die mit 56 172 gespendeten Hilfspaketen voll beladenen Lastwagen voller Vorfreude erwartet. „Teilweise hatten die Kinder schon seit Tagen unserer Ankunft entgegen gefiebert“, sagt Ulrich Kraus, Projektleiter Johanniter-Weihnachtstrucker, der den Konvoi in die Ukraine leitete. Auch Familien oder alte Leute waren, teils mit Pferdefuhrwerken, aus entlegenen Bergdörfern zu den Verteilstellen gekommen. Diese befinden sich, je nach Region, in Schulen, Kirchengemeinden, Klöstern, bei privaten Initiativen oder anderen Hilfsorganisationen in Kleinstädten und Dörfern.

„Wir haben wie jedes Jahr versucht, alle Pakete persönlich an die vorab sorgfältig ausgewählten Empfänger zu übergeben“, ergänzt Kraus „Uns ist wichtig, dass tatsächlich die Personen ein Paket bekommen, die dies auch wirklich brauchen.“ Bei fast 2500 Paketen, die allein sein Konvoi geladen hatte, kann man sich vorstellen, dass Kraus und sein Team aus Deutschland die Verteilung ganz alleine niemals in solch kurzer Zeit geschafft hätten. „Wir waren sehr froh, wieder tatkräftige Unterstützung von unseren Partnern vor Ort erhalten zu haben“, sagt er.

Freundschaften sind entstanden

„Viele davon kennen wir bereits seit Jahren, da haben sich echte Freundschaften entwickelt.“ Alle seien mit ganzem Herzen bei der Sache gewesen und hätten viele besondere Erlebnisse mit nach Hause genommen. „Manche der Kinder kommen in Badeschlappen und für die kalte Jahreszeit viel zu dünner Kleidung, andere sind mit ihren besten Anziehsachen herausgeputzt“, schildert Kraus seine Eindrücke. „Viele zeigen ihre Aufregung und Freude ganz offen, lachen uns an, schenken uns selbst gemalte Bilder und sprechen mit uns – dabei sind auf beiden Seiten Hände und Füße im Einsatz“, schmunzelt er. „Andere sind uns gegenüber eher scheu, aber sobald sie mit dem Paket in den Armen wieder zu ihren wartenden Familien gehen, strahlen sie von einem Ohr zum anderen“ Eins ist wichtig, da sind sich alle Beteiligten einig: Die Menschen fühlen sich in ihrer schwierigen Lebenssituation gesehen und merken, dass wir daran Anteil nehmen und sie nicht im Stich lassen. „Dieser persönliche Aspekt ist ihnen genauso wichtig wie die Lebensmittel, die sie in Händen halten.“

Auch die Anteilnahme der daheim gebliebenen Familien, Freunde, Kollegen und Unterstützer sei wieder phänomenal gewesen, so Steffen Kaiser von den Johannitern in Baden-Württemberg. Er gehörte zum Medienteam, das den Konvoi in die Ukraine begleitete und per Facebook-Posts über die Reise informiert hatte.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens und engagiert sich seit mehr als 60 Jahren in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen. Mit mehr als 14 000 Beschäftigten, rund 30 000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und über 1,4 Millionen Fördermitgliedern zählt der gemeinnützige Verein mittlerweile zu einer der größten Hilfsorganisationen in Europa. Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist eigenen Angaben nach mit knapp 300 Regional-, Kreis- und Ortsverbänden im gesamten Bundesgebiet vertreten. International leistet der Verein humanitäre Hilfe bei Hunger- und Naturkatastrophen. Mehr Informationen zu den Johannitern in Baden-Württemberg gibt es im Internet unter der folgenden Adresse: www.johanniter.de/bw

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