Jazztime trotz(t) Corona

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 Die Ulmerin Yasi Hofer hat sich laut Jazztime Ravensburg in die erste Liga der Gitarristen gespielt.
Die Ulmerin Yasi Hofer hat sich laut Jazztime Ravensburg in die erste Liga der Gitarristen gespielt. (Foto: Jazztime)
Schwäbische Zeitung

Es ist gar nicht so einfach, in diesen Corona-Zeiten Konzerte zu veranstalten. Der Verein Jazztime Ravensburg bringt laut Pressemitteilung trotzdem ein Herbstprogramm heraus und wird auch das traditionelle „Trans4Jazz-Festival“ im November durchführen – trotz Corona-Pandemie und mit den erforderlichen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen.

Den Auftakt machte schon Joo Kraus beim Hirschgraben-Open Air am vergangenen Wochenende, das erste Club-Konzert findet am Freitag, 18. September, statt: Die Gitarristin Yasi Hofer spielt mit ihrem Trio im Baienfurter Speidlerhaus – bei schönem Wetter im Innenhof, ansonsten im Saal, wie es in der Ankündigung weiter heißt. Die Ulmerin habe sich mittlerweile in die erste Liga der Gitarristen gespielt, sie changiere gekonnt zwischen härterem Rock, trockenem Blues und Jazz, heißt es dort weiter.

Auch das übrige Club-Programm kann sich sehen lassen, wobei die Veranstalter ein besonderes Augenmerk auf deutsche und österreichische Musiker gelegt haben. Menzel Mutzke gehöre zu den besten Trompetern hierzulande, aus der Alpenrepublik kommen gleich drei Bands. David Helbock ist laut Jazztime einer der innovativsten Pianisten in Europa, er kommt mit seinem Random/Control-Trio. Das FAT („Fabulous Austrian Trio“) fischt in Fusion-Gewässern, und der Geheimtipp „First Gig Never Happened“ spielt mit Bassklarinette, Schlagzeug und Tasteninstrumenten Stücke von Charles Mingus und Thelonious Monk, so der Verein.

Das Programm des Festivals stehe noch nicht komplett, da coronabedingt viele Tourneen abgesagt wurden und sich die Sachlage fast täglich ändere. Bestätigt sind das Trilok Gurtu-Trio mit Florian Weber und Frederik Köster sowie das Emil Brandqvist Trio und der Keyboarder Alfa Mist aus der Londoner Jazz-Szene.

Aufgrund der Corona-Beschränkungen können in den verschiedenen Spielstätten erheblich weniger Besucher als üblich die Konzerte live sehen – frühzeitiger Ticketkauf ist also dringend anzuraten. Damit Jazztime den Musikern dennoch weitgehend übliche Gagen bieten kann, werden die meisten Konzerte neben dem Live-Erlebnis gleichzeitig auch als Live-Stream im Internet übertragen. Wer also kein „Live-Ticket“ ergattert, kann dann eben dieses Angebot nutzen – und den Musikern so einen Obulus zukommen lassen.

Die genauen Daten der Konzerte und die Entwicklungen hinsichtlich des Festivals sind auf der Internetseite des Vereins zu finden, ebenso die Links zum Vorverkauf unter www.jazztime-ravensburg.de

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