Irakisch-kurdischer Künstler folgt Etappen einer Flucht

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Im Film ist der Künstler zu Fuß unterwegs auf dem Weg durch weite Landschaften, über Straßen und Brücken, entlang von Siedlunge
Im Film ist der Künstler zu Fuß unterwegs auf dem Weg durch weite Landschaften, über Straßen und Brücken, entlang von Siedlungen und Hafenanlagen. (Foto: Hiwa K)
Schwäbische Zeitung

Im Kunstmuseum Ravensburg wird am Donnerstag, 12. Juli, um 19 Uhr die Videoarbeit „Projektionen III – Hiwa K: Pre-Image: (Blind as the Mother Tongue)“ eröffnet.

Die Ausstellungsreihe „Projektionen“ stellt nacheinander vier filmische Arbeiten zeitgenössischer Künstler vor, die das Zusammenspiel von Erinnerung und Identität auf unterschiedlichste Weise thematisieren. Der irakisch-kurdische Künstler Hiwa K, geboren 1975, untersucht in seinen Videoarbeiten, Performances und Installationen Phänomene der Entwurzelung und Assimilation und überführt die eigene Migrationserfahrung in eindringliche Erzählungen.

Der Film zeigt ihn zu Fuß auf dem Weg durch weite Landschaften, über Straßen und Brücken, entlang von Siedlungen und Hafenanlagen. Er folgt den Etappen einer Flucht, die ihn vor Jahren aus dem Nordirak über die Türkei und Griechenland nach Italien führte. Den Blick richtet der Künstler jedoch nicht nach vorn, sondern auf einen auf seiner Nase balancierenden Stab mit Motorradspiegeln, die ihm als Navigationshilfe dienen. Im prekären Akt des Balancierens wiederholt sich die Erfahrung der Desorientierung und existentiellen Verunsicherung. Der Eintritt am Eröffnungsabend ist frei.

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