Innenstadtberater für die Region zwischen Alb und Bodensee

 Josef Röll, Handelsexperte der IHK Ulm, übernimmt die Aufgabe des Innenstadtberaters in der Gesamtregion zwischen Alb und Boden
Josef Röll, Handelsexperte der IHK Ulm, übernimmt die Aufgabe des Innenstadtberaters in der Gesamtregion zwischen Alb und Bodensee. (Foto: Bild: IHK Ulm/Martina Dach)
Schwäbische Zeitung

Zur Stärkung der Innenstädte als Standorte des stationären Einzelhandels hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg ein Förderprogramm für einen Innenstadtberater ins Leben gerufen.

Wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bodensee-Oberschwaben mitteilt, hat sie gemeinsam mit der IHK Ulm einen Antrag für die Gesamtregion zwischen Alb und Bodensee gestellt, der bis Ende 2022 bewilligt wurde. Die IHKs arbeiten bei diesem Projekt eng mit den beiden Regionalverbänden Bodensee-Oberschwaben und Donau-Iller zusammen.

„Corona hat großen Teilen des Einzelhandels und der Gastronomie schwer zugesetzt. Aber schon vor der Pandemie litten insbesondere die Innenstädte vieler kleinerer Kommunen an Frequenzrückgang und Bedeutungsverlust. Die Ursachen hierfür sind vielfältig“, sagt Max-Martin W. Deinhard, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm laut Pressemitteilung. „Mit Josef Röll wird ganz bewusst unser langjähriger Handelsexperte selbst die Aufgabe des Innenstadtberaters übernehmen. Auf diese Weise wird ein umgehender Projektstart und ein bestmöglicher Projektverlauf gewährleistet.“

Die Aufgabe der Innenstadtberater sei es, Ansprechpartner für die Kommunen und alle Innenstadtakteure vor Ort zu sein und diese dabei zu unterstützen, den Einzelhandel und die Attraktivität der Innenstädte zu stärken und zu sichern. Im Fokus stehen dabei Kommunen mit 10 000 bis 50 000 Einwohnern. Zwischen Alb und Bodensee gibt es 24 Kommunen in dieser Größe.

„Die Herausforderungen, vor denen die Kommunen bezüglich ihrer Innenstadtentwicklung stehen, sind meist sehr unterschiedlich. Daher sollen zunächst bewusst Städte mit verschiedenen Aufgabenstellungen angesprochen und im Rahmen eines sogenannten Innenstadtchecks tiefergehend untersucht werden. Die so ermittelten Herausforderungen und Maßnahmen können im nächsten Schritt dann als Best-Practice-Beispiele für andere Städte genutzt werden. Interessierte Städte und Gewerbevereine können sich gerne schon jetzt an die IHKs wenden“, erläutert Anje Gering, Hauptgeschäftsführerin der IHK Bodensee-Oberschwaben, das geplante Vorgehen.

Da neben Handelskennzahlen, Leerständen oder dem Digitalisierungsgrad auch städtebauliche und planerische Elemente bei der Weiterentwicklung der Innenstädte eine wesentliche Rolle spielen, sind neben den beiden IHKs auch die beiden Regionalverbände Projektpartner.

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