In diesen Regionen ist der Anteil an Single-Haushalten am höchsten

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Digitalredakteur

Der Anteil an Single-Haushalten in Baden-Württemberg und Deutschland steigt - und das speziell in Städten. In der Region ist der Anteil der Einpersonen-Haushalte laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts GfK nirgendwo so groß wie im Stadtkreis Ulm.

Mehr als 40 Prozent Single-Haushalte bedeuten den Spitzenplatz. Kurz darauf folgt der Landkreis Lindau mit einem Anteil von 38,4 Prozent, auf Platz drei der regionalen Auswertung findet sich der Bodenseekreis (35,7 Prozent) wieder.

Während der Anteil an Single-Haushalten insbesondere in Städten sehr hoch ist, weisen die ländlicheren Gegenden einen erhöhten Anteil an Haushalten mit Kindern auf. Entsprechend geringer ist der Anteil an Einpersonen-Haushalten in den ländlich geprägten Landkreisen Alb-Donau (27,5 Prozent) und Biberach (28,9 Prozent).

Den bundesweit höchsten Anteil verzeichnete der Stadtkreis Regensburg. In 56,5 Prozent der Haushalte dort lebte 2018 nur ein Mensch. Der Bundesschnitt lag bei 38,1 Prozent. Am niedrigsten war der Anteil im bayerischen Stadtkreis Würzburg mit 17,6 Prozent.

Die Erhebung sagt nichts darüber aus, wie hoch der Single-Anteil in den Städten insgesamt ist.  Dies hängt zum einen damit zusammen, dass Menschen mit einem Partner oftmals auch allein leben, während zum anderen Singles häufig auch zusammen wohnen, beispielsweise in Wohngemeinschaften.

Dass die Zunahme an Einpersonen-Haushalten den Wohnungsmarkt belastet, stellen Experten immer häufiger fest. Der Geschäftsleiter der Baugenossenschaft Ellwangen, Egon Bertenbreiter, sagte der "Schwäbischen Zeitung" im Dezember: „Zurückzuführen ist das vor allem auf eine Singularisierung der Haushalte“.

Damit gemeint sind aber nicht nur junge Menschen, die bei den Eltern ausziehen. „Singularisierung bedeutet auch, dass ein Haushalt zu mehreren wird. Zum Beispiel nach einer Trennung", so Bertenbreiter weiter.

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