In Berg ist das Endspiel der Gekränkten

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In Sachen Chancenverwertung agierte der TSV Berg (links David Brielmayer, daneben Arne Kittel und Andreas Kalteis) zuletzt nich
In Sachen Chancenverwertung agierte der TSV Berg (links David Brielmayer, daneben Arne Kittel und Andreas Kalteis) zuletzt nicht wie ein Spitzenteam der Landesliga. (Foto: Thorsten Kern)
Schwäbische Zeitung
Christian Metz

Der TSV Berg bekommt am Samstag ab 15.30 Uhr Besuch vom VfB Friedrichshafen. Ein heißer Tanz ist garantiert: Für beide Mannschaften geht es darum, in der Fußball-Landesliga den Anschluss zu den Aufstiegsplätzen nicht zu verlieren.

Es war die höchste Niederlage des TSV Berg in dieser Saison: Im Hinspiel kassierten die Berger eine 1:5-Klatsche beim VfB Friedrichshafen – und das, nachdem Nikolas Deutelmoser seine Mannschaft früh mit 1:0 in Front gebracht hatte. Es ist also noch eine Rechnung offen, wenn die Friedrichshafener am Samstag in Berg antreten.

Ein Stück weit ähnelt sich die Performance der beiden Teams in dieser Saison: Wenn’s um die Wurst geht, haben sie ihre Aussetzer. Das war auch am vergangenen Wochenende wieder so: Der VfB gab nach einer guten ersten Halbzeit gegen den SV Oberzell in Halbzeit zwei durch schwaches Verhalten bei Standards einen 1:0-Vorsprung noch aus der Hand und verlor auf eigenem Platz mit 1:2. Der TSV Berg hatte in Ochsenhausen Chancen in Hülle und Fülle, stand aber am Ende beim 0:2 ohne Treffer und ohne Punkte da.

Battaglia fällt aus

„Es treffen zwei gekränkte Mannschaften aufeinander, die alles für den Sieg tun werden“, ist sich Bergs Trainer Oliver Ofentausek sicher und redet Klartext: „Das ist ein Endspiel um die Chance, vorne dranzubleiben.“ Der Blick auf die Tabelle unterstreicht das: Die Berger haben sechs Punkte Rückstand auf Rang eins, aber noch ein Spiel gegenüber Weiler in der Hinterhand – auf Laupheim sind es zwar nur vier Zähler, aber die Olympia hat eine Partie weniger absolviert. Für den VfB ist die Verbandsliga noch weiter weg – man braucht kein Prophet zu sein: Sollten die Friedrichshafener in Berg verlieren, können sie Platz eins und zwei abhaken.

Nicht nur deshalb warnt Ofentausek vor dem Gegner: „Sie sind unberechenbar – man darf sich nie sicher sein.“ An die eigenen Spieler hat der Trainer eine klare Botschaft: „Es geht darum, zumindest Platz drei zu festigen. Das ist am Samstag auch ein charakterliches Endspiel.“

In Silvio Battaglia, den Ofentausek in Ochsenhausen auswechseln musste, fällt wohl ein weiterer Offensivspieler aus. „Ich bedaure zwar, dass wir keinen 20-Tore-Mann haben“, meint der Trainer. „Aber das Gute ist, dass bei uns sehr viele Spieler schon bewiesen haben, dass sie Tore schießen können.“ In der Tat: Andreas Kalteis als erfolgreichster Torjäger des TSV steht in der Liga mit seinen zehn Toren nur auf Rang neun – und trotzdem haben die Berger bisher die meisten Treffer auf dem Konto.

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