Immer mehr grüne Kreuze an Feldern und Straßen: Das wollen Landwirte mit drastischem Protest erreichen

Lesedauer: 8 Min
 Joseph Bentele baut nach Bioland-Richtlinien an, hält die Forderungen, die derzeit deutschlandweit und durch ein Volksbegehren
Joseph Bentele baut nach Bioland-Richtlinien an, hält die Forderungen, die derzeit deutschlandweit und durch ein Volksbegehren in Baden-Württemberg an die Landwirtschaft gestellt werden, für überzogen. (Foto: Fotos: LEN)

Forderungen im Volksbegehren „Rettet die Bienen“

Wer für das Volksbegehren unterschreibt, fordert damit den Landtag auf, das Naturschutzgesetz und Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz von Baden-Württemberg zu ändern. Zentrale Änderungen, die gefordert werden, sind:

- Die Landesregierung soll die Öko-Landwirtschaft so fördern, dass bis 2025 ein Viertel und bis 2035 die Hälfte aller landwirtschaftlichen Flächen in Baden-Württemberg ökologisch bewirtschaftet werden.

- Der Einsatz von Pestiziden, die die Artenvielfalt gefährden, soll in besonders geschützten Gebieten verboten werden. Das soll auch für Landschaftsschutzgebiete gelten, „soweit sie der Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts oder der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, einschließlich des Schutzes von Lebensstätten und Lebensräumen bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten dienen“, wie es im Gesetzentwurf heißt.

- Die Landesregierung wird verpflichtet, bis Anfang 2022 eine Strategie vorzulegen, wie der Pestizideinsatz bis zum Jahr 2025 um die Hälfte reduziert werden kann.

- Streuobstwiesen mit einer Fläche ab 2500 Quadratmetern sollen gesetzlich geschützt sein. Die Beseitigung von Streuobstbeständen und alle Maßnahmen, die zu deren Zerstörung, Beschädigung oder erheblichen Beeinträchtigung führen können, sollen verboten sein.

(Quelle: Volksbegehren Artenschutz)

Landwirte aus der Region stellen seit Kurzem grüne Kreuze an ihren Feldern und Obstplantagen auf – täglich kommen neue hinzu. Das steckt dahinter.

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Forderungen im Volksbegehren „Rettet die Bienen“

Wer für das Volksbegehren unterschreibt, fordert damit den Landtag auf, das Naturschutzgesetz und Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz von Baden-Württemberg zu ändern. Zentrale Änderungen, die gefordert werden, sind:

- Die Landesregierung soll die Öko-Landwirtschaft so fördern, dass bis 2025 ein Viertel und bis 2035 die Hälfte aller landwirtschaftlichen Flächen in Baden-Württemberg ökologisch bewirtschaftet werden.

- Der Einsatz von Pestiziden, die die Artenvielfalt gefährden, soll in besonders geschützten Gebieten verboten werden. Das soll auch für Landschaftsschutzgebiete gelten, „soweit sie der Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts oder der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, einschließlich des Schutzes von Lebensstätten und Lebensräumen bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten dienen“, wie es im Gesetzentwurf heißt.

- Die Landesregierung wird verpflichtet, bis Anfang 2022 eine Strategie vorzulegen, wie der Pestizideinsatz bis zum Jahr 2025 um die Hälfte reduziert werden kann.

- Streuobstwiesen mit einer Fläche ab 2500 Quadratmetern sollen gesetzlich geschützt sein. Die Beseitigung von Streuobstbeständen und alle Maßnahmen, die zu deren Zerstörung, Beschädigung oder erheblichen Beeinträchtigung führen können, sollen verboten sein.

(Quelle: Volksbegehren Artenschutz)

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