Hochkarätige Musik, Komödien, Dramen und Thriller

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 Jodelfisch präsentieren in Ravensburg poetische Volksmusik in der Zehntscheuer.
Jodelfisch präsentieren in Ravensburg poetische Volksmusik in der Zehntscheuer. (Foto: Michael Hohm)
Babette Caesar

Abonnement

Das Ravensburger Abonnement ist ab dem 3. Juni in der Tourist Information (Lederhaus, Marienplatz 35) erhältlich, Tickets im freien Verkauf können ab dem 24. Juni gekauft werden, dann auch online unter www.reservix.de. Im freien Verkauf gibt es außerdem Rabatte auf ausgewählte Theaterstücke für die Kooperationspartner, wie beispielsweise zehn Prozent mit der Ravensbuch-Card, dem Büchereiausweis und der SZ Abokarte. Die Broschüre ist erhältlich in der Tourist Information Ravensburg oder zum Download unter www.ravensburg.de/spielzeit (sz)

„Erfrischend“ lautet das Motto der kommenden Spielzeit der Kultursaison 2019/2020. Kulturamtsleiter Franz Schwarzbauer und Kulturmanagerin Verena Müller haben am Dienstagabend im Schwörsaal die anstehenden Konzerte und Theaterstücke vorgestellt.

Die Besucher erwartet – das lässt sich vorweg sagen – eine Auswahl, die im Bereich Musik hochkarätig besetzt ist und in Sachen Theater die Bandbreite von Komödie, Drama und Politthriller abdeckt. Neu in dieser Spielzeit ist die Kooperation mit dem Weingartner Kulturamt. Gemäß dem Motto „Über Grenzen“, das sich das Bodensee Festival 2020 auf die Fahnen geschrieben hat, mache es doch keinen Sinn, bei der Stadtgrenze aufzuhören, so Müller.

Prall gefülltes Theaterprogramm

Den Anfang der Saison macht am 29. September das Theaterstück „Oh Gott, die Türken integrieren sich“ von Aydin Engin mit dem Theater Ulüm als Beitrag zu 50 Jahre Migrationsgeschichte. Ein schweres Thema, das sein Publikum aber auch zum Lachen bringt, erläuterte Schwarzbauer den Plot. Von diesen sensiblen und sozialpolitisch brandaktuellen Themen bietet das Programm mehr. Dazu gehören „Transit“, nach dem Roman von Anna Seghers, mit dem Landestheater Tübingen, das Marseille als die letzte Chance für Flüchtende vor dem Dritten Reich thematisiert. In der gleichen Zeit spielt „Zigeuner Boxer“ mit Alex Niess in der Hauptrolle, gefolgt von „Aus dem Nichts“ nach dem Film von Fatih Akin. Inszeniert von der Konzertdirektion Landgraf, die bekannt sei für spannende und professionelle Stücke. Das Theater Lindenhof tritt mit „Global Player – Wo mir sind isch vorne“ an. Eine ihnen auf den Leib geschriebene Tragikömodie, deren Titel allein schon vielversprechend klingt. Das mit dem Internationalen Literaturpreis 2016 ausgezeichnete Drama „Erschlagt die Armen!“ von Shumona Sinha widmet sich wiederum dem Thema Migration und Integration in experimenteller Form im Theater Ravensburg, während die Familiensaga „Vögel“ im Konzerthaus den Israel-Palästina-Konflikt beleuchtet. Inszeniert vom Landestheater Schwaben, das auch mit dem Brecht-Klassiker „Mutter Courage und ihre Kinder“ anreist. Schwarzbauer wies daraufhin, dass die Memminger zurzeit eines der angesagtesten Theater in Deutschland seien. Freuen dürfen sich die Besucher auf die fiktionale Komödie „Die Mitwisser“ aus der Feder des gebürtigen Ravensburgers Philipp Löhle, auf „Das Schmuckstück“ in französischem Ambiente oder auf „Spatz und Engel“ mit populären Songs der beiden Diven Edith Piaf und Marlene Dietrich.

Erfrischend und hochkarätig

Hochkarätig geht es im Bereich der Musik zu, deren Präsentation Verena Müller übernahm. Sie gab einen Ausblick auf Klassik mit dem Münchener Kammerorchester und Pianist Alexander Melnikov, dem Silvesterkonzert mit Cellist Maximilian Hornung und der Sinfonietta Bodensee-Oberschwaben im Konzerthaus. An Silvester folgt dann „Klangzauber“ mit der Geigerin Johanna Pichlmair. Einfließen werden Auftritte im Rahmen des Landesjazzfestivals im Herbst mit dem Bundesjugendorchester und der Kibbutz Contemporary Dance Company als Formation von Weltklasse – beides im Kultur- und Kongresszentrum Weingarten.

In den Festsaal Weißenau sind die Blockflötistin Dorothee Oberlinger und der Lautenist Edin Karamazov mit ihrem Bach „a due“ ebenso eingeladen wie das französische Trio um die Flötistin Magali Mosnier. Auf keinen Fall verpassen sollte man „Concerto Scherzetto“ mit Comedy trifft Klassik.

Was sich mittlerweile fest etabliert hat und nicht fehlen darf, ist eine Circusshow. Dieses Mal mit „Filament“ und einem Hauch von Broadway. Nicht weniger, nur anders erfrischend sind „Jodelfisch“ mit poetischer Volksmusik in der Zehntscheuer oder der Beitrag zu Neuer Musik mit der „SWR JetztMusik“ und einem achtköpfigen Ensemble. Absolute Highlights sind die Auftritte von Klarinettistin Sharon Kam, Geiger Linus Roth mit José Gallardo am Klavier, Frank Duprees Jazzimpro, Martin Grubinger & Friends mit einer spektakulären Percussion und zur Krönung am 17. Juni 2020 Patricia Kopatchinskaja und das Münchner Kammerorchester in Weingarten.

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Das Ravensburger Abonnement ist ab dem 3. Juni in der Tourist Information (Lederhaus, Marienplatz 35) erhältlich, Tickets im freien Verkauf können ab dem 24. Juni gekauft werden, dann auch online unter www.reservix.de. Im freien Verkauf gibt es außerdem Rabatte auf ausgewählte Theaterstücke für die Kooperationspartner, wie beispielsweise zehn Prozent mit der Ravensbuch-Card, dem Büchereiausweis und der SZ Abokarte. Die Broschüre ist erhältlich in der Tourist Information Ravensburg oder zum Download unter www.ravensburg.de/spielzeit (sz)

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