Hitziges Streitgespräch: Ravensburger Bundestagskandidaten zeigen sich die Grenzen auf

Högel, Werner und Engelhardt
Christoph Högel (links), Jan Werner und Heike Engelhardt diskutierten im zweiten SZ-Streitgespräch miteinander. (Foto: Marcus Fey)
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stellv. Redaktionsleiter

Leidenschaftlich und teilweise emotional, aber inhaltlich doch recht deutlich. Im zweiten Streitgespräch der "Schwäbischen Zeitung" zur bevorstehenden Bundestagswahl haben sich die Direktkandidaten des Wahlkreises Ravensburg - beziehungsweise deren Vertreter - angriffslustig gezeigt. Heike Engelhardt (SPD), Christoph Högel (AfD) und Jan Werner (Die Linke), der die krankheitsbedingt abwesende Spitzenkandidatin Jasmin Runge vertrat, nutzten das Audioformat um klar zu zeigen: Es geht in den Endspurt des Walkampfes.

Streitthemen Afghanistan und Integration

"Jetzt haben Sie hier Ihren Populismus ganz deutlich zu Tage gestellt", sagte Engelhardt als Reaktion auf Högels Aussagen zur aus seiner Sicht  mangelnden Integrationsbereitschaft einiger Flüchtlinge. "Sie holen zum Rundumschlag aus und vebreiten hier rassistische, religiös motivierte Scheinwahrheiten. Das ist eigentlich nicht das Niveau auf dem ich das hier diskutieren möchte."

Auch Werner schlug in die gleiche Kerbe, sprach von "latentem Rassismus" und sagte: "Ich finde es ein bisschen schockierend, wie Sie gefühlt alle Menschen, die dort um Leib und Leben fürchten, in einen Topf schmeißen mit radikalen Islamisten. Einfach nur anhand einem Haufen an Zahlen, den Sie hier reinwerfen." Das wollte Högel so nicht stehen lassen. "Das hat mit Rassismus beileibe nichts zu tun", entgegnete er. 

Ganz unterschiedliche Abschiedsworte für Angela Merkel

Auch an anderer Stelle gerieten Engelhardt und Werner auf der einen und Högel auf der anderen Seite aneinander. Gerade die Themen Klimaschutz und der dazugehörige Protest im Altdorfer Wald sowie bezahlbarer Wohnraum wurden heftig diskutiert.

Interessant wurde es auch als die Drei über ihre Spitzenkandidaten oder den Abschied von Angela Merkel sprachen und erklären mussten, was der Wähler bekommt, wenn er seine Kreuzchen an anderer Stelle macht.

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