Hier gibt’s 2019 am meisten Piste fürs Geld

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Simon Haas
Redakteur
Crossmediale Volontärin

Ein Preisvergleich von schwäbische.de zeigt: Je größer das Skigebiet, desto günstiger der Pistenkilometer – und je höher die Piste, desto teurer die Tageskarte. Diese kosten 2019 in Deutschland und Österreich erneut mehr als in der vergangenen Saison. Auch in der Schweiz haben die Preise wieder angezogen, nachdem Wintersportler in der vergangenen Saison noch von einem gefallenen Wert des Schweizer Frankens profitieren konnten. Üblicherweise müssen Wintersportler in der Saison 2018/19 für eine Tageskarte zwischen einem und zwei Euro mehr bezahlen, an einzelnen Skiliften auch deutlich mehr.

Der Arlberg bietet Vielfahrern am meisten fürs Geld

In der Region zwischen Vorarlberg, Bodensee und Schwarzwald bietet der Arlberg für einen Tageskartenpreis von 54,50 Euro immer noch die meisten Pistenkilometer fürs Geld, insbesondere in „Lech, Zürs, Warth, Schröcken“, einem 183 Kilometer langen, vergleichsweise schneesicheren Teilgebiet des Verbunds „Ski Arlberg“. Dort bekommen Skifahrer 3,36 Pistenkilometer pro Euro. Umgerechnet auf das 305 Kilometer große Gesamtgebiet sind es sogar 5,6 Kilometer. Wer als Tagesausflügler auf die Pistenvielfalt am Arlberg verzichten kann, der fährt am Ifen, Teil des Verbunds „Oberstdorf-Kleinwalsertal“, und in Mellau-Damüls günstiger. Allerdings endet die Talabfahrt in Mellau auch auf 700 Metern. Lech und Zürs liegen doppelt so hoch. Auch am Ifen ist das Skigebiet deutlich höher und damit schneesicherer.

Günstige Tageskarte am Feldberg

Selbst geübte Skifahrer dürften an einem Tag allerdings kaum mehr als 70 Kilometer schaffen. Bei Skigebieten in dieser Größenordnung liegt der Feldberg mit 1,7 Kilometer pro Euro eindeutig vorn, auf Platz zwei folgt das Brandnertal in Vorlarlberg (1,37 Kilometer pro Euro). In der Ostschweiz bietet das komplett über 1200 Meter gelegene Gebiet auf dem Flumserberg am meisten präparierte Piste fürs Geld.

In Pizol, dem höchsten Skigebiet in der Region, müssen Skifahrer schon tiefer in die Tasche greifen: Dort ist der Pistenkilometer rund ein Viertel teurer als auf dem Flumserberg. Allerdings verkaufen die Pizolbahnen mittlerweile auch wetterabhängige Tageskarten. Je ungünstiger die Wetterprognose ausfällt, desto günstiger der Preis. Wer beispielsweise am 7. Februar eine Tageskarte für den 12. Februar gebucht hat, zahlt statt 48 Euro nur noch 36 Euro – das entspricht einer Ersparnis von 25 Prozent. In der vergangenen Saison waren sogar Rabatte bis zu 50 Prozent drin.

Das Nebelhorn ist für Gelegenheitsfahrer teuer

Zu den teuersten Skigebieten mit mehr als zehn Kilometern Piste zählt das Nebelhorn im Allgäu – zumindest für Gelegenheitsfahrer mit Tagespass. Denn für 48 Euro können diese zwar theoretisch 130 Pistenkilometer im Verbund „Oberstdorf-Kleinwalsertal“ befahren. Allerdings sind am Nebelhorn lediglich 13 davon mit Ski und Lift zu erreichen. Zu den Pisten am Fellhorn, an der Kanzelwand und im Söllereck fährt ein Skibus. Für deutsche Skifahrer mit Tagespass empfiehlt es sich daher, am Fellhorn und nicht am Nebelhorn einzusteigen. Dort sind für den selben Preis unmittelbar 36 Pistenkilometer befahrbar. Auch die anderen Pisten des Verbunds sind von dort aus leichter zu erreichen. Ebenfalls teuer, dafür aber auch vergleichsweise hoch gelegen ist das Skigebiet Faschina in Vorarlberg: Dort werden für 15 Kilometer 39,50 Euro fällig.

Hier zogen die Preise am kräftigsten an

In einigen kleineren Skigebieten müssen Skifahrer diese Saison deutlich tiefer in die Tasche greifen. So werden für den Skilift des Bewegungszentrums Pfulb auf der Schwäbischen Alb für eine Tageskarte 17 Euro statt bisher 12 Euro fällig. Für die 1,5 Kilometer lange Skipiste, die speziell auf die Bedürfnisse Behinderter ausgerichtet ist, seien die Preise zuvor über mehrere Jahre nicht angepasst worden, heißt es von der gemeinnützigen Betreibergesellschaft.

Rund ein Drittel teurer ist es in dieser Saison auch im Allgäu. An der Felderhalde in Isny kostet eine Tageskarte für die insgesamt 2,2 Kilometer langen Pisten 16 Euro (12 Euro in der Vorsaison). Dafür bekommen Wintersportler nun auch ein schneesicheres Gelände. „Wir haben rund eine halbe Million Euro investiert, unter anderem in eine Beschneiungsanlage“, sagt Betreiber Hans Rudhart.

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