Kommunale Behindertenbeauftragte arbeiten bald hauptamtlich Handwerkskammer meldet 239 offene Lehrstellen im Landkreis Ravensburg

Schwäbische Zeitung

Der Kreistag hat beschlossen, zur Stärkung der Interessenvertretung von Menschen mit Unterstützungsbedarf, das Amt der/des Kommunalen Behindertenbeauftragten, das bisher ein Ehrenamt war, ab dem 1. Oktober als Hauptamt fortzuführen. Der Landkreis Ravensburg richte damit eine fest verankerte und unabhängige Vertretung der Belange von Menschen mit Behinderungen ein, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts. Die hauptamtliche Fortführung ermöglicht darüber hinaus die Fülle der Aufgaben mit einem größeren Zeitumfang zu bewältigen. „Durch diese Entscheidung bekommt das Thema Inklusion nun die Wertschätzung und den Stellenwert, den es verdient hat“, so Jürgen Malcher, Kommunaler Behindertenbeauftragter. Selda Arslantekin und Jürgen Malcher, die derzeitigen kommunalen Behindertenbeauftragten üben ihr Ehrenamt weiterhin bis Ende September aus und werden den Übergang aktiv mitgestalten. Die Behindertenbeauftragten sind erreichbar per E-Mail an as.behindertenbeauftragte@rv.de oder mj.behindertenbeauftragter@rv.de.

Ravensburg (sz) - Ob Klima- und Umweltschutz, Energie- und Mobilitätswende oder digitale Entwicklungen im Bereich Smart Homes und in den Gesundheitshandwerken: Im Handwerk können junge Menschen über 130 spannende und zukunftsfähige Berufe für sich und ihren Berufseinstieg entdecken, schreibt die Handwerkskammer Ulm in einer Pressemitteilung.

Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz im regionalen Handwerk seien trotz Corona-Pandemie gut. Um interessierte Jugendliche und Betriebe zusammenzubringen, ist deshalb die deutschlandweite Kampagne „Sommer der Berufsbildung“ gestartet. Deren Ziel sei es, jungen Menschen noch mehr Lust auf eine Ausbildung zu machen. Über verschiedene Aktionstage, Informationsevents und weitere Veranstaltungen in den kommenden Wochen und Monaten sollen sie die Möglichkeit bekommen, sich über die Berufs- und Karrieremöglichkeiten einer Ausbildung zu informieren. „In der Ausbildung spielt Corona keine Rolle mehr. Im Gegenteil: Wer jetzt eine Lehre beginnt, der gibt seiner beruflichen Zukunft Vorfahrt vor irgendwelchen nachwirkenden und blockierenden Sorgen. Ich hoffe, wir können viele Jugendliche dafür gewinnen, sich konstruktiv mit ihrer Zukunft in einer Ausbildung zu beschäftigen, statt weiter einfach rumzujobben und ängstlich im Zimmer vor dem Bildschirm zu verharren“, erklärt Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

Von der Ostalb bis zum Bodensee können sich Jugendliche aktuell noch auf 730 freie Lehrstellen bewerben und ihre Karriere im Handwerk starten. Auf die Landkreise verteilen sich die offenen Ausbildungsplätze wie folgt: 239 im Landkreis Ravensburg, 80 im Alb-Donau-Kreis, 114 im Landkreis Biberach, 69 im Bodenseekreis, 25 im Landkreis Heidenheim, 140 im Ostalbkreis, und im Stadtkreis Ulm gibt es noch 63 freie Lehrstellen.

Die Ausbildung in einigen Gewerken ist bei jungen Menschen dabei besonders beliebt. Häufig haben sich Jugendliche im Gebiet der Handwerkskammer Ulm im vergangenen Jahr für eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker entschieden. Ebenfalls zu den favorisierten Gewerken gehören Friseure sowie Elektroniker und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk. Im Kreis Ravensburg führen die Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk bei den Frauen das Ranking im Jahr 2020 an. 35 junge Frauen haben eine Ausbildung in diesem Gewerk begonnen. Bei den Männern ist es der Kfz-Mechatroniker. 98 Jugendliche haben 2020 eine Lehre in diesem Gewerk begonnen.

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