Halloween: Polizei hat ein Augenmerk auf Streiche und Veranstaltungen

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 Kinder und Jugendliche, die an Halloween verkleidet durch die Straßen ziehen, sollten gebührend Abstand halten und damit rechne
Kinder und Jugendliche, die an Halloween verkleidet durch die Straßen ziehen, sollten gebührend Abstand halten und damit rechnen, dass viele Türen aufgrund der Pandemielage geschlossen bleiben. (Foto: Bernd Weissbrod/dpa)
Schwäbische Zeitung

Der Abend und die Nacht vor Allerheiligen stehen angesichts der derzeitigen Corona-Situation besonders im Fokus der Polizei- die deshalb – wie schon in den zurückliegenden Jahren – in der Halloween-Nacht verstärkt unterwegs sein wird.

Wenn Kinder und Jugendliche meinen, verkleidet durch die Straßen ziehen zu müssen, sollten sie laut einer Pressemitteilung der Polizei zum einen gebührend Abstand halten und zum anderen damit rechnen, dass viele Türen aufgrund der Pandemielage geschlossen bleiben. Das Polizeipräsidium Ravensburg warnt deshalb davor, deswegen aus Frust „Streiche“ zu spielen, die in Sachbeschädigungen münden und in diesem Fall strafrechtliche Konsequenzen, zumindest die Ersetzung des verursachten Schadens, nach sich ziehen können.

Unabhängig von den AHA-Regeln, die nach dem Infektionsschutzgesetz zu berücksichtigen sind, so Polizeipräsident Uwe Stürmer in dem Schreiben weiter, seien Streiche nur dann welche, wenn nicht Dinge einzelner Personen oder der Allgemeinheit beschädigt werden. Darunter falle beispielsweise auch das Beschmieren der Karosserie mit Ketchup, Senf oder Zahnpasta. Nicht selten werde dadurch der Lack in Mitleidenschaft gezogen oder es entstehen Kratzer, ergänzt der Polizeichef.

Das Gleiche gelte für das Werfen von Eiern an Hausfassaden, das Einbringen von brennenden Gegenständen in Briefkästen oder andere Behältnisse sowie das Zerstören von Parkbänken oder Haltestellen. „Dabei ist es unerheblich, ob man bei strafrechtlich relevanten Streichen ,nur’ dabei war. Auch in diesen Fällen kann man wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung belangt werden und zur Begleichung des Schadens, der schnell auch in die Tausende gehen kann, herangezogen werden“, wird der Leiter des Polizeipräsidiums in dem Schreiben zitiert.

Es sei deshalb wichtig, dass Eltern ihre Kinder darüber aufklären, was noch als Streich durchgeht und was gegebenenfalls eine Sachbeschädigung ist und welche Konsequenzen daraus folgen, so Stürmer. Außerdem sollten Eltern ihre Kinder dazu ermutigen, trotz Gruppendruck nicht bei Sachbeschädigungen mitzumachen.

Neben diesen Überwachungsmaßnahmen werde die Polizei auch gezielt auf die Einhaltung der Corona-Verordnung achten, wenn im privaten Bereich, in Gaststätten oder anderen Veranstaltungsörtlichkeiten Halloween-Partys gefeiert wird. Festgestellte Verstöße werden die Beamten konsequent ahnden. In diesem Zusammenhang warnt die Polizei auch davor, sich alkoholisiert oder unter Drogeneinwirkung ans Steuer zu setzen. Die Einsatzkräfte werden ebenfalls verstärkt Verkehrsteilnehmer überprüfen und bei entsprechenden Verstößen anzeigen.

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