Grünen-OB Palmer: Psychisch labile Flüchtlinge sollen eingesperrt werden

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Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer fordert nach der Messerattacke von Ravensburg, psychisch labile Flüchtlinge in staatlichen Einrichtungen unterzubringen. (Foto: dpa)

Nach der Messerattacke in Ravensburg fordert Tübingens OB Boris Palmer einen härteren Umgang mit bestimmten Flüchtlingen. Andere sollen es dafür leichter haben.

In einem Post auf seiner Facebook-Seite wirbt der Grünen-Politiker, der bereits mehrfach mit kontroversen Positionen zu Flüchtlingsthemen auf sich aufmerksam gemacht hatte, dafür, dass psychisch hochgradig instabile Flüchtlinge in "sicheren staatlichen Einrichtungen untergebracht werden." Diese sollten sich, ebenso wie Flüchtlinge, die oft mit der Polizei in Konflikt geraten, nicht in Städten und Gemeinden frei bewegen dürfen.

Wo diese Flüchtlinge untergebracht werden sollten, ist aus Sicht von Palmer auch klar: "Das können nach meiner Auffassung nur die Aufnahmestellen der Länder sein." Damit unterstreicht Palmer seine Forderung nach einem "doppelten Spurwechsel". Während straffällige Asylbewerber ohne Bleibeperspektive in die Sammelunterkünfte des Landes zurück sollten, sollen gut integrierte, Deutsch sprechende Flüchtlinge bleiben dürfen, auch wenn ihr Asylantrag abgelehnt wurde.

"Das reduziert Angst, Frust, Unsicherheit und damit auch die Gefahr von Gewalt", so Palmer.

Am vergangenen Freitag hatte ein offenbar psychisch kranker Afghane in der Ravensburger Innenstadt drei Menschen mit einem Messer schwer verletzt. Er wurde nach der Tat vorläufig in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

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