Glück im Unglück für Patrick Mayer

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Beurens Spielertrainer Patrick Mayer (re.), hier gegen Mochenwangen, möchte bald wieder am Start sein.
Beurens Spielertrainer Patrick Mayer (re.), hier gegen Mochenwangen, möchte bald wieder am Start sein. (Foto: Klaus Eichler)
Ressortleiter Sport
Klaus Eichler

In der Fußball-Bezirksliga steht der sechste Spieltag an.

Der SV Beuren, der am Mittwoch sein Nachhoslpiel gegen den SV Baindt mit 2:0 gewann, reist zum SC Unterzeil-Reichenhofen. Vor allem Beurens Spielertrainer Patrick Mayer hat in den letzten Tagen eine Gefühlsachterbahn erlebt: Am Samstag schoss der Ex-Profi wie berichtet seine Mannschaft mit zwei Toren zum 3:1 beim Derby gegen Maierhöfen/Grünenbach – mit gebrochenem Schlüsselbein. Das hatte zumindest eine Röntgenuntersuchung am Sonntag ergeben. Am Donnerstag nun die Kehrtwende: Eine zusätzliche MRT-Untersuchung widerlegte die erste Diagnose, Patrick Mayer hat sich lediglich eine schwere Prellung zugezogen.

„Ich hatte vor Jahren schon einmal eine schwere Schulterverletzung mit Schlüsselbeinbruch. Offenbar sind die Knochen nun ein bisschen hervorgetreten, weswegen es beim Röntgen wohl so aussah, als ob wieder was gebrochen sei. Ich habe aber wegen der Vorverletzung auf das MRT gedrängt“, sagte Patrick Mayer der „Schwäbischen Zeitung“. Und weiter: „Die Schmerzen sind deswegen nicht geringer, aber ich werde Gott sei Dank doch nicht monatelang ausfallen“. Nun reist Beuren also mit einem doch nicht so schwer verletzten Trainer und zwölf Punkten in der Tabelle zu Unterzeil-Reichenhofen. Die Mannschaft war in den letzten Jahren oft ein Spätstarter. Heuer aber läuft es: Sechs Punkte verbucht der SCU aus den ersten vier Spielen.

Am Wochenende geht es für Weingarten am sechsten Spieltag zum Verfolger SV Mochenwangen. „Wir setzen den Weg der vergangenen Saison erfolgreich fort und haben uns zudem gut verstärkt“, sagt Mochenwangens Trainer Patrick Hehn mit Blick auf die Zugänge Max Gindele und Ivan Sosic. Hehn hat den SV Weingarten zweimal beobachtet, „wir müssen gegen Weingarten wieder an unser Limit gehen“, sagt Hehn.

Beuren, Heimenkirch, Weingarten: Der TSV Eschach hatte es zum Auftakt mit drei Schwergewichten zu tun. Sechs Punkte hat der Landesliga-Absteiger geholt. „Ich bin nicht unzufrieden. „Doch jetzt warten Pflichtaufgaben auf uns, willst du oben mitspielen“, sagt TSV-Trainer Stefan Krause. Drei Aufsteiger sind die nächsten Gegner. Der SV Fronhofen kommt mit zwei Siegen im Gepäck. „Meine Mannschaft lernt von Spiel zu Spiel. Auch an das Tempo haben wir uns gewöhnt“, so Fronhofens Trainer Gerhard Schmitz.

Angekommen in der Liga ist auch der VfL Brochenzell nach Zu-Null-Siegen gegen Fronhofen und Kressbronn. „Taktik und Disziplin in der Defensive stimmen“, freut sich VfL-Trainer Rolf Weiland. Die Mannschaft habe verstanden, dass man nicht so spielen kann wie in der Kreisliga A. Auch beim FC Isny, der am vergangenen Spieltag den ersten Dreier holte, sollte für den Liganeuling etwas drin sein.

Der raue Wind der Liga, bläst dem FC Lindenberg ins Gesicht. „Das wir nicht mit vorne dabei sind, war glaube ich jedem klar“, so Trainer Markus Reichart. Gerade mal ein Sieg steht auf der Habenseite des FC vor dem Gastspiel beim SV Seibranz. Allerdings hat der FC auch erst drei Spiele absolviert. „Die zwei Spiele weniger sind unser Bonus“, meint Reichart. Aber: „Was mich stört, sind die vielen Gegentore.“

In punkto Laufbereitschaft müssen wir alles raushauen“, sagt Trainer Florian Meffert vom SV Maierhöfen-Grünenbach vor dem Spiel gegen die SG Argental. Der Auftakt verlief nicht nach Plan. „Sechs Punkte haben wir uns erhofft aus den ersten vier Spielen, vier sind’s nur geworden“.

Auch beim Landesliga-Absteiger TSV Heimenkirch lief bisher nicht alles nach Plan. Zum Auftakt gab es zwei Siege, gefolgt vom witterungsbedingten Spielabbruch gegen den SV Seibranz und den beiden Niederlagen gegen Eschach und Mochenwangen. „Wir wollen den Bock wieder umstoßen“, hofft TSV-Trainer Benjamin Limberger . Der TSV muss am Wochenende beim bislang noch sieglosen SV Baindt antreten.

Auch Aufsteiger SV Eglofs ist noch in einem Lernprozess. „Bei der SG Argental haben wir viel Lehrgeld bezahlt“, sagt der Coach Florian Kirchmann. Lange konnte seine Mannschaft das Spiel offen gestalten, „haben dann innerhalb von zwei Minuten durch einen Doppelpack das Spiel verloren“. Nächster Gegner ist der TSV Meckenbeuren, der von fünf Spielen bisher nur eines verloren hat. „Da müssen wir alles abrufen um zu bestehen“, so Kirchmann.

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