Gipfeltreffen in Weingarten

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 Johannes Schnez und der SV Baindt (rechts, gegen Heimenkirchs Michael Schieg) warten in der Bezirksliga auf den ersten Sieg.
Johannes Schnez und der SV Baindt (rechts, gegen Heimenkirchs Michael Schieg) warten in der Bezirksliga auf den ersten Sieg. (Foto: Elke Obser)
Klaus Eichler

Im Fokus am elften Spieltag in der Fußball-Bezirksliga steht die Begegnung SV Weingarten gegen den SV Beuren. Am Sonntag um 15 Uhr trifft im Weingartener Lindenhofstadion der verlustpunktfreie Tabellenführer auf den Zweiten. Fehlen wird bei Beuren auf dem Platz Spielertrainer Patrick Mayer, der sich erneut schwer verletzte.

Zehn Spiele, zehn Siege. „Wir tun in jedem Spiel etwas für unseren Erfolg“, freut sich Trainer Thomas Gadek vom SV Weingarten. Sieben Siege gab es mit einem Tor Unterschied. „Wir bleiben geduldig und belohnen uns dafür immer am Schluss“, sagt Gadek. Acht Punkte beträgt das Polster auf den Tabellenzweiten SV Beuren. Sollte Weingarten auch gegen die Allgäuer gewinnen, kann Weingarten den Sekt für die Herbstmeisterschaft schon mal kalt stellen. Für Beuren kam es am vergangenen Spieltag knüppeldick. „Ich kann in den nächsten Monate meiner Mannschaft auf dem Platz nicht mehr helfen“, sagt ein trauriger Patrick Mayer, der sich nach seiner Einwechslung im Spiel gegen den TSV Heimenkirch ohne Einwirkung des Gegners Kreuz- und Außenband riss. „Wir wollen aber trotzdem in Weingarten etwas holen“, betont Mayer. Man wolle dem Ersten Paroli bieten. „Hinten reinstellen ist nicht unsere Sache.“ Geschockt von Mayers Verletzung ist auch Thomas Gadek. „Für ihn tut’s mir richtig leid.“

Nicht zu stoppen ist derzeit Aufsteiger SV Fronhofen, der mit 19 Punkten in Sachen Klassenerhalt schon die halbe Miete eingefahren hat. „Wir sind im Soll“, sagt Trainer Gerhard Schmitz vom Tabellendritten, „die Jungs haben sich gut entwickelt.“ Zu Saisonbeginn sah es mit drei Niederlagen etwas anders aus. „Da war ich schon erschüttert“, gesteht Schmitz, „danach haben wir aber an den richtigen Stellschrauben gedreht.“ Seitdem hat Fronhofen nicht mehr verloren. „Trotzdem wollen wir uns nicht zurücklehnen“, sagt Schmitz, vor dem Heimspiel gegen den SC Unterzeil-Reichenhofen, der zuletzt knapp dem Tabellenführer unterlegen war.

„Wir wollen gegen die SG Argental dort anknüpfen, wo wir gegen Beuren aufgehört haben“, sagt Benjamin Limberger vom Trainerstab des TSV Heimenkirch. „Die zweite Halbzeit von Beuren macht Lust auf mehr“, verrät Limberger, „unser Ziel ist es, den Abstand nach vorne zu halten.“ Die SG steht dagegen am Scheideweg. Seit vier Spielen wartet Argental auf einen Sieg.

Launisch bleibt der TSV Eschach. „Wir haben immer wieder kleine Tiefs, die nicht erklärbar sind“, sagt Trainer Stefan Krause. Sein Team hat mit dem klaren Sieg gegen den FC Isny den Anschluss ans Führungsquartett wieder hergestellt. „Wir sind in der Tabellenregion unterwegs, wo wir auch am Ende der Saison stehen wollen.“ Nun geht es zum SV Seibranz, bei dem es noch nicht richtig rund läuft. „Wir müssen Ruhe bewahren“, sagt Trainer Thomas Hess, „wir werden da unten wieder rauskommen.“

Der VfL Brochenzell ist „auf einem guten Weg“, sagt Trainer Rolf Weiland. 13 Punkte, Platz acht – der VfL punktet regelmäßig. „Zuletzt in Baindt war aber mehr drin“, meint Weiland. „Wenn du bis zur 76. Minute klar führst, müssen das drei Punkte sein.“ Am Ende war es nur einer. Trotzdem kann der VfL entspannt in die Partie gegen Schlusslicht SV Eglofs gehen. Eglofs führte gegen den FC Lindenberg lange, trotzdem blieb nur ein Punkt. „Jetzt müssen wir den Bock eben in Brochenzell umstoßen“, sagt Trainer Florian Kirchmann.

Weiter auf den ersten Sieg wartet der SV Baindt. „Wir spielen einen guten Fußball“, weiß Trainer Philipp Meißner. Das Problem: „Wir bekommen hinten immer ein Tor zu viel“, meint Teammanager Ulrich Geggier. Beim SV Kressbronn nimmt Baindt zum elften Mal Anlauf auf den ersten Dreier. „Wir kriegen im Moment keine Konstanz rein“, beklagt sich SVK-Trainer Klaus Gimple. „Wir strotzen gerade nicht vor Selbstvertrauen.“

Der FC Isny und der SV Maierhöfen-Grünenbach liegen hinter den Erwartungen zurück. Bei Isny kommt erschwerend hinzu, dass Torjäger David Berg (sieben von zwölf Treffern) für längere Zeit ausfällt. „Er ist nicht zu ersetzen“, sagt Trainer Uwe Hansen, „zudem ist unser Kader ziemlich ausgedünnt.“ Der FC braucht ein Erfolgserlebnis, „dabei hätte ich nichts gegen einen dreckigen Sieg“, sagt Hansen vor dem Spiel gegen den SV Mochenwangen. Maierhöfen-Grünenbach tritt beim Aufsteiger FC Lindenberg an.

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