Geld für mehr Ladesäulen

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Schwäbische Zeitung

Die Stadt Ravensburg beteiligt sich am vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Verbundprojekt „Aufbau von Ladeinfrastruktur zur Reduktion der NOx-Belastungen in Baden-Württemberg“, kurz LINOx BW. Wie die Stadt mitteilt, ist „Gemeinsam mit Elektromobilität gegen Stickoxidbelastung“ der Leitsatz des Projekts, bei dem Kommunen in Baden-Württemberg mitmachen und bis 2020 rund 2000 Ladepunkte aufbauen wollen.

Im Projekt sind 15 der 24 Kommunen in Baden-Württemberg beteiligt, in denen die Grenzwerte für Stickoxide (NOx) in den Jahren 2016 oder 2017 überschritten wurden. Laut Pressemeldung der Stadt, können deshalb auch Ravensburger Unternehmen einen Förderantrag stellen, obwohl die NOx-Grenzwerte im letzten Jahr eingehalten wurden. Das Projekt wird im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Ziel ist es durch den vermehrten Einsatz von Elektrofahrzeugen die verkehrsbedingten Schadstoffemissionen zu verringern.

Beim Aufbau von Ladeinfrastruktur sind die Städte und das Land auch auf lokale Partner angewiesen – insbesondere auf Unternehmen. Denn „ohne eine flächendeckende Ladeinfrastruktur wird der Umstieg auf das Elektroauto nicht vorangehen“. Beim ersten Förderaufruf im Dezember letzten Jahres erhielten Ravensburger Unternehmen bereits Bewilligungen für 21 Ladepunkte. Insgesamt sind über 100 Anträge eingegangen.

In landesweiten Maßnahmen werden Ladesäulen, zum Beispiel in Parkhäusern und in Wohngebäuden sowie auf Mitarbeiterparkplätzen oder Betriebshöfen aufgebaut.

Im Rahmen dieses Projektes können Unternehmen, öffentliche Einrichtungen oder sonstige juristische Personen bis zum 31. Oktober Förderung für den kurzfristigen Aufbau von Ladeinfrastruktur im halb-öffentlichen, öffentlich nicht zugänglichen und privaten Raum beantragen. Interessenten können die Antragsunterlagen und Hinweise zur Antragstellung beim Verband Region Stuttgart anfordern: per Mail (linox-bw@region-stuttgart.org) oder telefonisch (0711 / 22759-54). Die Frist ist keine Ausschlussfrist, solange Fördermittel vorhanden sind, werden später gestellte Anträge in der Reihenfolge ihres Eingangsdatums geprüft.

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