Ganztagsschulen: BfR fordern Elternbefragung

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stellv. Redaktionsleiter

Über den Ausbau von Ganztagsschulen in Ravensburg soll der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag entscheiden. Die „Bürger für Ravensburg“ wollen das verhindern. Die Fraktion hat daher beantragt, über den Aufbau eines Ganztagsschulangebots erst abzustimmen, wenn „für jede einzelne in Frage kommende Schule das Ergebnis der Elternbefragung“ vorliegt. Das schreiben die „Bürger für Ravensburg“ (BfR) in einem Brief an Oberbürgermeister Daniel Rapp.

Die Begründung der Fraktion: „Die Eltern wollen Flexibilität statt Ganztagsschule.“ Die Stadtverwaltung, so die BfR, verstehe unter Wahlfreiheit „eine einmalige Entscheidung der Eltern, ob ihr Kind halb- oder ganztags die Schule besuchen möchte“. Im Gegenzug stelle sie aber die flexiblen Hort-Betreuungskapazitäten ein. Genau das nehme den Eltern die Wahlfreiheit. „Für die Schüler, die nur für halbtags angemeldet werden, hätte dies fatale Folgen“, schreibt die Fraktion. Sie würden dadurch von schulischen Angeboten abgehängt und erlitten Nachteile.

Die Pläne der Stadt schwächten Familien und beraubten sie ihrer Rechte, meinen die BfR. Weiter heißt es an dem Brief von Fraktionschef Siegfried Scharpf an den OB: „Dieser ideologischen Kuriosität darf der Gemeinderat nur zustimmen, wenn die Mehrheit der Eltern an den betroffenen Schulen diesem Modell zustimmt.“

Neben den Ganztagsschulen steht auf der Tagesordnung des Gemeinderats am Montag, 24. März, um 16 Uhr unter anderm: Gemeinderatsfragestunde, Bilanz ein Jahr Kunstmuseum, Leitfaden für das Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat, Stadt und ehrenamtlich engagierten Bürgern (Agenda-Gruppen), Planungswettbewerb für die Gebäude Seestraße 7 und 9 (Häuser der Stadtverwaltung, die verkauft werden sollen). Der Gemeinderat tagt im Großen Sitzungssaal Rathaus.

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