FV verspielt Sieg gegen Gmünd

Lesedauer: 4 Min

 Felix Schäch (rechts), hier gegen Gmünds Simon Fröhlich, hätte bei zwei Kontern für die Entscheidung zugunsten des FV Ravensbu
Felix Schäch (rechts), hier gegen Gmünds Simon Fröhlich, hätte bei zwei Kontern für die Entscheidung zugunsten des FV Ravensburg sorgen können. (Foto: Rolf Schultes)
Sportredakteur

FV Ravensburg – 1. FC Normannia Gmünd 2:2 (2:0) – Tore: 1:0 Moritz Jeggle (15.), 2:0 Felix Schäch (22.), 2:1 Francis Ubabuike (47.), 2:2 Andreas Mayer (51.) – Schiedsrichter: Hafes Gerspacher (Heitersheim) – Zuschauer: 350 – FV: Mesic – S. Boneberger, Jeggle, Altmann, Fiesel – Chrobok (64. Reiner), Hörtkorn, J. Boneberger, Schachtschneider (79. Strauß), Schäch – R. Soyudogru (46. Gbadamassi).

Nach 45 Minuten sah es in der Ravensburger Cteam-Arena so aus, als könnte der FV Ravensburg nach dem Sieg in Bahlingen zu Hause nachlegen. Der Fußball-Oberligist war gegen den 1. FC Normannia Gmünd klar überlegen und führte mit 2:0. Nur mit 2:0, musste man später sagen. Denn letztlich verspielte der FV beim 2:2 zwei sichere Punkte, was Trainer Steffen Wohlfarth mächtig aufregte (siehe links).

27. Minute: Felix Schäch kontert zusammen mit Daniel Schachtschneider und Rahman Soyudogru. Die Ravensburger spielten diese Situation aber ganz schlecht zu Ende.

40. Minute: Erneuter Konter über den pfeilschnellen Schäch. Schachtschneider lief wieder mit, auf Gmünder Seite war nur noch Marvin Gnaase dabei. Doch wieder verspielte der FV diese Großchance. „Wir bewahren da nicht die Ruhe“, ärgerte sich Trainer Steffen Wohlfarth. „Felix ist noch ein junger Spieler, wir werden im Training daran arbeiten, dass er da ruhiger wird.“

Jeggle und Schäch treffen

Dennoch sah es zur Pause gut aus für die Ravensburger. Nach einem Freistoß von Jascha Fiesel konnte Gmünds Torwart Yannick Ellermann den Ball in der 15. Minute nicht festhalten, Moritz Jeggle köpfte ein zum 1:0. In der 22. Minute spielte Jona Boneberger den Ball Richtung Rahman Soyudogru, der ließ durch zu Daniel Schachtschneider, dieser legte vor Torwart Ellermann quer und Schäch schob ein zum 2:0. „Man hat die Qualität des FV gesehen“, lobte Gmünds Trainer Holger Traub. „Wir haben keinen Zugriff bekommen.“

Die Gäste hatten große Probleme, wenn der FV ins Tempo kam. „Wir müssen zur Pause 4:0 führen, dann ist das Spiel durch“, meinte Innenverteidiger Philipp Altmann. Doch das gelang nicht, und dann gab es einen kompletten Bruch im Ravensburger Spiel. Direkt nach Wiederanpfiff kam Francis Ubabuike an Philipp Altmann, Jascha Fiesel und Samuel Boneberger vorbei und verkürzte auf 1:2. Ravensburg brach völlig auseinander, nur vier Minuten später glich der frühere Profi Andreas Mayer zum 2:2 aus. „Der FV hat uns im Spiel gelassen, wir haben die zweite Luft bekommen und die Mannschaft hat kapiert, dass etwas drin war“, sagte Traub.

Kaum brauchbare Angriffe

Vom FV kam in der zweiten Halbzeit nur noch ganz wenig nach vorne. Erst in der 73. Minute gab es mal wieder eine brauchbare Flanke des eingewechselten Sebastian Reiners in den Fünfmeterraum, Gmünds Patrick Lämmle bereinigte die Situation aber. Weil sowohl Ricardo Dias Matos aufseiten der Gäste als auch Jona Boneberger aufseiten der Ravensburger im gegnerischen Strafraum zu lange zögerten, blieb es beim 2:2. Für den FV waren es verlorene zwei Punkte, Gmünd freute sich über den Auswärtszähler. „Die erste Halbzeit ging klar an den FV, die zweite an uns“, meinte Traub. „Aus meiner Sicht hatte das Spiel keinen Sieger verdient.“ Die Ravensburger sahen das naturgemäß ganz anders.

FV Ravensburg – 1. FC Normannia Gmünd 2:2 (2:0) – Tore: 1:0 Moritz Jeggle (15.), 2:0 Felix Schäch (22.), 2:1 Francis Ubabuike (47.), 2:2 Andreas Mayer (51.) – Schiedsrichter: Hafes Gerspacher (Heitersheim) – Zuschauer: 350 – FV: Mesic – S. Boneberger, Jeggle, Altmann, Fiesel – Chrobok (64. Reiner), Hörtkorn, J. Boneberger, Schachtschneider (79. Strauß), Schäch – R. Soyudogru (46. Gbadamassi).

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen