FV trotzt Bissingen einen Punkt ab

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 Der FV Ravensburg (links Jona Boneberger) und der FSV 08 Bissingen (Anil Sarak) trennten sich in der Oberliga 1:1.
Der FV Ravensburg (links Jona Boneberger) und der FSV 08 Bissingen (Anil Sarak) trennten sich in der Oberliga 1:1. (Foto: Rolf Schultes)
Sportredakteur

FV Ravensburg – FSV 08 Bissingen 1:1 (0:0) – Tore: 0:1 Alexander Götz (58.), 1:1 Felix Schäch (80.) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Lukas Buck (85., FSV, wiederholtes Foul) – Schiedsrichter: Daniel Leyhr (Münsingen) – Zuschauer: 250 – FV: Mesic – S. Boneberger (63. Zimmermann), Altmann, Broniszewski, Fiesel – B. Soyudogru (63. Maier), Hörger, Jeggle (85. Hörtkorn), J. Boneberger, Schäch – R. Soyudogru (52. Schachtschneider).

Für Steffen Wohlfarth, den Trainer des FV Ravensburg, ist am Samstagnachmittag klar gewesen: „Mit dem Punkt können wir auf jeden Fall leben.“ Eine Woche nach dem 2:2 beim Oberligatopteam SSV Reutlingen holten die FV-Fußballer zu Hause gegen den bis dahin Tabellendritten FSV 08 Bissingen ein 1:1. Den Punkt sicherte Felix Schäch mit einem herrlichen Treffer.

In der 80. Minute flankte Moritz Jeggle von der rechten Seite Richtung langer Pfosten, dort nahm Felix Schäch den Ball volley und versenkte ihn unter der Latte zum 1:1. Zehn Minuten vorher hätte Schäch schon einen Treffer machen können – vielleicht machen müssen. Nach Vorlage von Pascal Maier – ebenfalls über die rechte Seite – hätte Schäch mit rechts abschließen können. Der Ravensburger wollte sich den Ball aber auf seinen starken linken Fuß legen, seinen Schuss wehrte Bissingens Tim Reich kurz vor der Linie ab. „Das ärgert mich schon ein bisschen, dass er den nicht reingemacht hat“, meinte Wohlfarth. Der herrliche Treffer entschädigte dann aber nicht nur den Trainer.

Das Unentschieden hatte sich der FV durch eine sehr ansprechende Leistung auf dem Kunstrasen des TSB Ravensburg verdient. Bissingens Trainer Alfonso Garcia sagte: „Wir haben schon lange nicht mehr in Ravensburg gewonnen. Es wäre möglich gewesen, aber das Unentschieden ist kein Beinbruch.“ Allerdings haderte Garcia mit der Leistung des Schiedsrichters Daniel Leyhr. Ausschlaggebend war eine Szene in der 26. Minute. FV-Innenverteidiger Bartosz Broniszewski bekam im eigenen Strafraum den Ball an die Hand. „Wenn der Schiedsrichter den gibt, dürfen wir uns nicht beschweren“, gab Wohlfarth zu. Doch Leyhr signalisierte sofort und unmissverständlich, dass es für ihn kein strafbares Handspiel war. „Er hatte leider nicht den Mumm, hier zu pfeifen“, sagte Garcia.

Seine Mannschaft hätte aber auch ohne Elfmeter in der ersten Halbzeit in Führung gehen müssen. In den letzten zehn Minuten vor der Pause drückte Bissingen und belagerte das Ravensburger Tor. Doch Riccardo Gorgoglione blieb an Broniszewski hängen, Michael Deutsche traf nach einer Flanke von Manuel Sanchez den Ball nicht richtig. Der FV hatte durch Broniszewski in der 16. Minute die beste Chance in der ersten Halbzeit.

Gleich nach dem Seitenwechsel gab es einen schönen Spielzug über den starken Broniszewski, Jona Boneberger, Burhan Soyudogru und Felix Hörger. Doch Hörger schoss knapp vorbei. In der 58. Minute gab es Eckball für Ravensburg – und das 1:0 für Bissingen. „Das darf uns nach eigenem Eckball nicht passieren“, sagte Wohlfarth. Den Konter der Gäste über die linke Seite schloss Alexander Götz mit dem 1:0 für den FSV ab.

Doch dann kam Schäch und glich spektakulär aus. Dazu flog Bissingens Lukas Buck noch mit Gelb-Rot vom Platz. „Jeder hat einen Punkt, das ist so“, lautete das Fazit von Garcia. „Ob es gerecht ist, weiß ich nicht.“ Die Antwort bekam er von Wohlfarth: „Ich finde, es war ein gerechtes Unentschieden.“ So konnte man das tatsächlich sehen.

FV Ravensburg – FSV 08 Bissingen 1:1 (0:0) – Tore: 0:1 Alexander Götz (58.), 1:1 Felix Schäch (80.) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Lukas Buck (85., FSV, wiederholtes Foul) – Schiedsrichter: Daniel Leyhr (Münsingen) – Zuschauer: 250 – FV: Mesic – S. Boneberger (63. Zimmermann), Altmann, Broniszewski, Fiesel – B. Soyudogru (63. Maier), Hörger, Jeggle (85. Hörtkorn), J. Boneberger, Schäch – R. Soyudogru (52. Schachtschneider).

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