FV Ravensburg reist mit guten Erinnerungen nach Biberach

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Wiedersehen im WFV-Pokal: Nach drei Jahren (im Bild eine Szene aus dem Spiel im August 2015) treffen der FV Biberach und der FV
Wiedersehen im WFV-Pokal: Nach drei Jahren (im Bild eine Szene aus dem Spiel im August 2015) treffen der FV Biberach und der FV Ravensburg am Freitag aufeinander. (Foto: Archiv: Volker STrohmaier)
Sportredakteur

Mit dem Auswärtsspiel beim FV Biberach in der ersten Runde des WFV-Pokals endet für Fußball-Oberligist FV Ravensburg die Vorbereitung. Am Freitag, 19 Uhr, sind Trainer Steffen Wohlfarth und seine Mannschaft gegen den Landesligisten Biberach klarer Favorit, auch wenn Ravensburg einige Ausfälle zu beklagen hat.

„Ich bin froh, dass die Saisonvorbereitung vorbei ist“, sagt Wohlfarth. Er habe genügend Eindrücke sammeln können, die erste Elf habe er im Kopf. Da sechs Stammspieler angeschlagen sind, habe er einige Sorgen. Erst nach dem Training am Donnerstagabend sei klar, auf wen er in Biberach setzen könne. Sicher verzichten muss er auf die verletzten Sebastian Mehr, Sebastian Reiner, Maximilian Hörger und Burhan Soyodogru. Zumindest fraglich sei der Einsatz von Rahman Soyodogru und Bartosz Broniszweski. Positive Nachrichten gibt es von Abwehrspieler Moritz Jeggle, der nach längerer Verletzung wieder individuell trainiert. Auch Reiner könnte demnächst wieder ins Training einsteigen, glaubt Wohlfarth.

Mit wem auch immer der FV Ravensburg in Biberach auflaufen wird, er geht als Favorit ins Spiel. Das weiß auch Steffen Wohlfarth. „Wir wollen gewinnen“, sagt er, gleichzeitig warnt er davor, die Partie als Selbstläufer zu sehen. Vor der Partie werde er die Vorbereitung noch einmal aufarbeiten, sich alles anschauen – und dann entscheiden, wer spielt. „Kein Spieler hat eine Stammplatzgarantie“, verdeutlicht Wohlfarth. Gute Erinnerungen an Biberach hat der frühere Stürmer.

Vor drei Jahren hieß es 8:2

Vor drei Jahren standen sich die beiden Vereine schon einmal im WFV-Pokal gegenüber. In der zweiten Runde behielt Ravensburg im August 2018 deutlich mit 8:2 die Oberhand. Der Torschütze zum zwischenzeitlichen 3:0 war damals: Steffen Wohlfarth. Am Ende dieser Pokalsaison 2015/16 stand übrigens der Triumph des FV im Finale gegen Bissingen.

Mit der Vorbereitung auf die neue Oberligasaison ist der FV-Trainer insgesamt zwar zufrieden. Taktisch etwa sei die Mannschaft einen Schritt nach vorne gekommen. Dagegen hadert Wohlfarth immer noch mit der eher ungünstigen Ansetzung einiger Spiele – genau zu einem Zeitpunkt, an dem die Mannschaft körperlich an einem Tiefpunkt gewesen sei. Der FV-Coach meint damit vor allem die zwei hohen Niederlagen gegen den SC Freiburg (1:9) und den SSV Ulm (0:7).

Das gehört nun allerdings der Vergangenheit an. Die Gegenwart heißt: Pokal in Biberach. Der Ravensburger Gegner freut sich auf die Partie. „Das ist zu diesem Zeitpunkt schon ein echter Höhepunkt, wenn man gegen einen Oberligisten antreten darf“, sagt Biberachs Trainer Dietmar Hatzing. Nicht das Ergebnis habe die erste Priorität, es gehe eher darum, sich den Fans gut zu präsentieren. „Wir wollen uns gut und teuer verkaufen und möglichst lange die Null halten.“ So setzt Hatzing auch auf eine defensive Taktik. „Klar ist, dass wir dem Gegner, der uns auch individuell überlegen sein wird, nur mit Kampf und Laufbereitschaft – vor allem in der Rückwärtsbewegung – begegnen können.“ Jeder Spieler müsse an seine Leistungsgrenze oder sogar noch darüber hinausgehen, dann könne was gehen.“

Seine Mannschaft sei auch angesichts der Niederlage vor drei Jahren voll motiviert. Einige Spieler kämen sogar früher aus dem Urlaub zurück wie Fabian Scheffold, Timo Heimpel oder die Diamant-Brüder. „Ein 2:8 wie vor drei Jahren soll es möglichst nicht geben, zumal die beiden Biberacher Treffer erst in der Schlussphase fielen“, sagt Hatzing, der damals noch nicht Coach des FV Biberach war: „Ein bisschen ärgern wollen wir die Ravensburger schon.“

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