FV Ravensburg II beherrscht alle Tasten auf dem Klavier

Lesedauer: 3 Min
Ravensburgs Trainer Nectad Fetic.
Ravensburgs Trainer Nectad Fetic. (Foto: Archiv Christian Metz)
Maximilian Kroh

Eigentlich waren die Erwartungen an die U 23 des FV Ravensburg vor dem Start der Landesligasaison nicht so groß. Die Mannschaft galt als Wundertüte, auch weil 15 Spieler den Verein verlassen und 16 neue dazugekommen waren. Und dann das: Nach vier Spielen hat die Mannschaft von Nectad Fetic acht Punkte geholt, ist noch ungeschlagen. Das soll auch am Sonntag beim SV Ochsenhausen so bleiben.

„Mit dem Saisonstart muss man einfach zufrieden sein“, sagt Fetic, „keiner hätte das so erwartet.“ Gleichzeitig fügt er aber an: „Es läuft immer noch ein bisschen holprig.“ Damit meint der Trainer, dass seine Mannschaft keines der Spiele bisher wirklich klar dominierte. Und doch: Die Punkte hat der FV II geholt und die Vorgaben umgesetzt. „Das sieht nicht immer schön aus“, gibt Fetic zu. „Aber wenn man ein Klavier hat, muss man eben alle Tasten beherrschen.“ Alle Tasten, das bedeutet auf den Fußball bezogen, die Offensive und Defensive. Gerade defensiv macht Ravensburg bislang eine richtig gute Figur. Mit drei Gegentoren aus vier Spielen stellt die U 23 die zweitbeste Defensive der Liga. Diese Bilanz kommt nicht von ungefähr: „Wir sind mit einem komplett neuen Team gestartet. Deshalb war unser erster Gedanke, die Abwehr zu festigen. Nach vorne geht mit unseren schnellen Spielern immer was“, stellt der Trainer klar. Diese Taktik geht bislang voll auf, mit seiner sicheren Defensive um den neuen Abwehrchef Samuel Walter schaffte der FV etwa schon den Überraschungssieg beim VfB Friedrichshafen.

Nun geht es also um SV Ochsenhausen, der kaum weniger gut in die Saison gestartet ist. Beim SVO überzeugt vor allem der Angriff – 13 Tore aus vier Spielen sind hinter dem TSV Berg der zweitbeste Wert. „Ochsenhausen ist ein sehr unangenehmer Gegner. Sie haben schnelle, clevere Spieler und spielen sehr variabel“, weiß Fetic. „Wir müssen überall wach sein.“ Mut macht dem Trainer auch, dass langsam Kontinuität in den Kader kommt. 20 Spieler stehen Fetic mittlerweile zur Verfügung, noch vor drei Wochen waren es nur 14. „Es gab da auch einige Überschneidungen wegen den Urlauben“, erklärt Fetic. „Aber gerade die Offensivkräfte kommen langsam aber sicher wieder. Wir sind gefährlich.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen