FV II trotzt Friedrichshafen einen Punkt ab

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Christian Barth gegen Ralf Heimgartner
Christian Barth gegen Ralf Heimgartner
Christian Metz

Die U23 des FV Ravensburg hat dem VfB Friedrichshafen in der Fußball-Landesliga einen Punkt abgetrotzt. Auf dem kleinen Kunstrasenplatz des FV war am Ende nach Chancen gerechnet sogar noch mehr drin für die Ravensburger.

„In Halbzeit eins haben wir uns wieder durch schwere Fehler ins Hintertreffen gebracht“, meinte der Ravensburger Trainer Gerhard Grünhagel nach dem 2:2 – und konnte sich doch über seinen ersten Punkt freuen: „Meine Mannschaft hat Charakter bewiesen und sich für eine gute Leistung belohnt.“ Friedrichshafens Spielertrainer Daniel Di Leo – selbst nach einer gelb-roten Karte gesperrt – ärgerte sich über die Art und Weise, wie sein Team den 2:0-Vorsprung noch aus der Hand gegeben hat: „Wir trainieren seit Wochen Standards – und dann fühlt sich einfach keiner zuständig.“

Der FV begann couragiert und hatte durch einen Freistoß von Omar Jatta, den Philipp Meier im VfB-Tor über die Latte lenkte, die erste Chance der Partie. Durch einen Querpassfehler in der Hintermannschaft brachten sich die Ravensburger in der 18. Minute aber selbst ins Hintertreffen: Friedrichshafens Harun Toprak spritzte in den Ball von Sven Spekking, der eigentlich für dessen Innenverteidiger-Kollegen Petar Susac gedacht war. Toprak legte quer auf Damir Mirkovic – der traf im Nachschuss.

Auf der anderen Seite war VfB-Innenverteidiger Nicolai Weissenbacher zwei Minuten später gerade noch vor Jatta am Ball. In der 25. Minute hatte Max Chrobok – tags zuvor noch bei der ersten Mannschaft in Reutlingen auf der Bank – nach Vorarbeit von Christian Barth die bis dato beste Chance der Ravensburger, schoss aber vorbei.

In der 28. Minute hatte der FV Glück, als Schiedsrichter Tobias Huthmacher bei einer Attacke von Susac an Toprak keinen Elfmeter pfiff. Kurz darauf fehlte wieder nur wenig zum Ausgleich, als Moritz Hartmann eine Flanke von rechts am langen Pfosten knapp verpasste. Cleverer stellten sich erneut die Friedrichshafener an: In der 35. Minute ließ Dribbelkünstler Sebir Elezi seinen Gegenspieler Sebastian Reger auf der linken Seite stehen und hatte die Übersicht für einen Pass auf Markovic, der sein zweites Tor erzielte.

VfB komplett im Tiefschlaf

Grünhagel stellte zu Beginn der zweiten Halbzeit auf ein 4-4-2 um und zog Nico Maucher in die Spitze. Der erwischte die komplette Mannschaft des VfB im Tiefschlaf. Kein Friedrichshafener bewegte sich, als in der 47. Minute ein Eckball von rechts flach Richtung Elfmeterpunkt getreten wurde – Maucher konnte völlig unbedrängt den Anschlusstreffer erzielen.

In der 65. Minute blieb FV-Linksverteidiger Darius Fitz verletzt liegen – der 20-Jährige humpelte später mit bandagiertem Knöchel Richtung Kabine. Es ging jetzt hin und her. Maucher setzte einen Kopfball knapp neben das VfB-Tor, dann war wieder Friedrichshafen dran: Luka Borgelott im FV-Tor wehrte einen 25-Meter-Knaller von Marian Pfluger ab. In der 73. Minute patzten die Friedrichshafener erneut bei einem Standard: Diesmal konnten sie einen Freistoß nicht richtig abwehren, der gerade eingewechselte Samuel Walter staubte für den FV zum 2:2 ab.

In der Schlussphase waren die Ravensburger näher dran am Siegtreffer. Jetzt hielt Philipp Meier den Gästen einen Punkt fest – der Torwart parierte zweimal gegen Jatta und war auch in der 83. Minute da, als der FV vierfach die Chance zum 3:2 hatte.

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