Freude und Dankbarkeit

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 Dankbarkeit und Freude angesichts einer friedvollen Revolution 1989/1990 (von links): Stadtverbandsvorsitzender August Schuler
Dankbarkeit und Freude angesichts einer friedvollen Revolution 1989/1990 (von links): Stadtverbandsvorsitzender August Schuler (MdL), Kreisvorsitzender Christian Natterer (Wangen), Christoph Sitta (OV Ravensburg), Festredner Minister i.R. Ulrich Müller, Manfred Büchele (OV Taldorf), Norbert Lins (MdEP), Bernhard Rückgauer (OV Eschach), Axel Müller (MdB), Roland Koch (OV Schmalegg). (Foto: CDU Ravensburg)
Schwäbische Zeitung

Zu einer öffentlichen Feierstunde hatte die CDU Ravensburg in das Kornhaus eingeladen. Auch am 29. Jahrestag der Deutschen Einheit und am 30. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin war der Saal voll besetzt, dazu eröffnete ein Trompetentrio der Musikschule fröhlich und schwungvoll. „Der 3.Oktober ist und bleibt ein Tag der Freude und des Dankes“ stellte Stadtverbandsvorsitzender August Schuler in seiner Begrüßung fest, wie es in der entsprechenden Pressemitteilung aus dem Büro Schulers weiter heißt.

Die friedliche Revolution sei ein großes Geschenk gewesen. Neben dem Nachdenken über die Vereinigungsjahre 1989/1990 gelte es gemeinsam die Zukunft zu gestalten, sich zu begegnen und im Gespräch zu bleiben. Ein wesentliches Element des Miteinander seien die Städtepartnerschaften. Bundestagsabgeordneter Axel Müller betonte in seinem Grußwort den Zusammenhalt der Gesellschaft. Die Bilanz der Einheit sei nach 30 Jahren positiv, über die Leistungen der Menschen empfinde er „Stolz und Freude“. Auch ein Gedenkjahr 1949: Grundgesetz, der erste Bundestag, die Wahlen des Bundeskanzlers Konrad Adenauer und des Bundespräsidenten Theodor Heuss, so Axel Müller, seien vor 70 Jahren Marksteine der Demokratie gewesen. Der langjährige Abgeordnete aus dem Bodenseekreis und Minister im Ruhestand Ulrich Müller hielt die Gedenkrede zum Thema „Was lehrt uns die friedliche Revolution von 1989?“ Dass diese Revolution aus der Bürgerschaft heraus sowohl erfolgreich wie auch friedlich verlaufen sei, sei ein unschätzbarer Wert für die deutsche Geschichte, erläuterte Müller. Die damalige DDR und der Ostblock seien 1989 sowohl ökonomisch wie moralisch am Ende gewesen. Vor der „Mut vieler Menschen“ bei den Demonstrationen und dem Ruf „Wir sind ein Volk“ habe die SED-Staatsmacht kapituliert.

Hilfreich seien die vielen Gruppen und Gesprächskreise in der DDR gewesen. Der Mut und das Engagement von „Wenigen“ sei zu einer Massenbewegung und zu Demonstrationen von „Vielen“ geworden. Und: „Freiheit ist nicht einfach.“ Die Änderung in den Lebensläufen der Menschen, die biographischen Brüche, der extreme kulturelle und politische Wandel lasse sich nur mit viel Zeit, mit Vernunft und Verstand heilen. Das sei in den vergangenen Jahrzehnten unterschätzt worden. Das Fazit von Ulrich Müller für die Menschen in Ost und West: „weiterhin miteinander sprechen und sich oft begegnen.“

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