Frauentorplatz in Ravensburg bekommt wieder eine Uhr

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 Auf einem Archivfoto vom Frauentorplatz von 2017 zu Beginn der Umgestaltung ist die alte Uhr noch zu sehen.
Auf einem Archivfoto vom Frauentorplatz von 2017 zu Beginn der Umgestaltung ist die alte Uhr noch zu sehen. (Foto: Archiv: Bernd Adler)

Die CDU hat sich mit ihrer Idee durchgesetzt, dass auf dem Frauentorplatz wieder eine Uhr stehen soll. Im Ausschuss für Umwelt und Technik hat eine knappe Mehrheit aus CDU, Freien Wählern und BfR dafür gestimmt. Grüne, FDP und SPD waren dagegen. Damit ist die Rückkehr zum alten Zustand besiegelt, der laut Verwaltung allerdings bewusst abgeschafft worden war. Strittig ist weiterhin, was die Uhr und ihre Installation kostet.

Eine Uhr gab es auf dem Frauentorplatz schon ein mal – von den 1990er-Jahren bis zur Sanierung 2017. Die Stadt hat die mit Werbung versehene Standuhr bei der Verschönerung des Platzes auf Empfehlung von Denkmalschützern abgebaut. Baubürgermeister Dirk Bastin erklärte in der Ausschusssitzung am Mittwoch, dass der Platz dadurch aufgeräumter wirken sollte. Er schlug deshalb vor, nicht wieder eine analoge Uhr aufzustellen, sondern eine digitale Informationstafel an der Bushaltestelle Frauentor anzubringen (wie es sie schon am Marienplatz gibt). Darauf könne in verschiedenen Größen die Uhrzeit angezeigt werden.

FDP: an Haltestelle „optimal“

Thomas Gihring (FDP), der nach eigenen Angaben selbst häufig mit dem Bus fährt, findet es „optimal“, Infos zu abfahrenden Bussen und Uhrzeit so zu kombinieren. „Eine Uhr allein in der heutigen Zeit – da frage ich nach dem Warum.“ Auch die Grünen befürworteten diese Lösung. Die Fraktionsvorsitzende Maria Weithmann sagte, dass sich viele Menschen über die Jahre an die Uhr gewöhnt hatten. „Aber ich glaube, dass man sich umstellen kann.“

Doch der CDU war die Digitalanzeige zu klein. Ausschussmitglied Wolfgang Metzger (Freie Wähler) führte an, dass an wichtigen Verkehrsplätzen immer eine Uhr gestanden habe. Er wünschte sich ein gut sichtbares Exemplar als Teil der Platzgestaltung.

Bei der Kostenfrage hatte die Verwaltung zunächst von Kosten im sechsstelligen Bereich gesprochen, weil der Boden aufgerissen werden müsse, um Strom zur Uhr zu verlegen. BfR-Mitglied Wilfried Krauss brachte die Möglichkeit einer mit Akkus betriebenen Uhr ins Spiel – damit würden größere Bauarbeiten wegfallen. Bastin blieb aber dabei: Mindestens für ein Fundament müsse der Platz aufgerissen werden.

Engler spricht von Geldgebern

Der Initiator des Antrags, Rolf Engler (CDU), geht davon aus, dass die Realisierung der Uhr weniger als 10 000 Euro kosten werde. Er habe bereits zwei Geldgeber, die das Projekt mitfinanzieren würden – gegen sichtbare Nennung der Unterstützer, versteht sich. Die könnte auch deutlich dezenter sein als beim Vorgängerexemplar, meint er.

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