Formkurve des FV II zeigt nach oben

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 Gegen Dotternhausen (links David Schnekenburger) zeigte der FV II (Robin Hettel) ein gutes Spiel.
Gegen Dotternhausen (links David Schnekenburger) zeigte der FV II (Robin Hettel) ein gutes Spiel. (Foto: Elke Obser)
Maximilian Kroh

Eines haben der FV Ravensburg II und die TSG Balingen II gemeinsam, wenn sie am Sonntag (15 Uhr) in der Fußball-Landesliga aufeinandertreffen: Wohin die Reise in dieser Saison gehen wird, ist noch nicht so recht klar. Allerdings: Während die TSG zuletzt drei Niederlagen verkraften musste, zeigt die Formkurve in Ravensburg nach oben.

„Auf einem guten Weg“ sieht FV-Trainer Nectad Fetic seine Mannschaft seit dem 1:1 beim SV Kehlen. Am vergangenen Sonntag zeigte Ravensburg beim 3:0-Sieg über den SV Dotternhausen wieder eine gute Leistung. „Wir versuchen, den Jungs im Training unsere Inhalte näherzubringen“, meint Fetic. „Da ist es natürlich schön, wenn die Mannschaft das im Spiel so gut umsetzt.“ Der ausgiebig thematisierte riesige Umbruch zum Saisonbeginn hatte für Fetic auch eine Umstellung seiner kompletten Herangehensweise zur Folge: „Letzte Saison mussten wir uns nicht groß um das Spiel nach vorne kümmern, da hatten wir genug Qualität“, erklärt der Trainer und spielt damit auf Offensivkräfte wie Jonas Klawitter, Felix Bonelli oder Felix Widmann an, die den Verein verlassen haben.

Es steht in dieser Saison also eine neue Herausforderung in Sachen Spiel nach vorne an. „Die ersten Schritte sind gemacht“, meint Fetic. Seine Mannschaft komme immer besser in die entscheidenden Räume, auch die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen klappe offensiv wie defensiv besser. „Jetzt geht es darum, variabler zu werden, noch häufiger die Räume zu bespielen“, gibt Fetic die Richtung vor. „Ich glaube, in der Landesliga kann keine Mannschaft von sich behaupten, dass sie kein Verbesserungspotenzial mehr hat.“

Viel schwerer als mit der Analyse des eigenen Spiels tut sich der FV-Trainer mit einer Einschätzung des kommenden Gegners: „Balingen ist eine Wundertüte, die sind sehr schwer greifbar.“ Fünf Punkte hat die TSG in dieser Saison erst geholt, zuletzt setzte es drei Niederlagen in Folge – unter anderem ein 0:8 beim TSV Berg. „Man darf sich bei Balingen nicht darauf verlassen, was letzte Woche war“, warnt Fetic dennoch. „Wir müssen auf alles gefasst sein.“ Auch bei Dotternhausen habe es im Vorfeld geheißen, der Aufsteiger spiele defensiv und agiere vor allem über lange Bälle – „davon war nicht viel zu sehen“, so Fetic. Stattdessen zeigte der SVD gute Anlagen im flachen Kurzpassspiel, erst eine Anpassung von Fetic brachte Ravensburg auf die Siegerstraße. Seinem Team gibt Fetic keine Punktevorgabe mit auf den Weg. „Wir müssen unsere spielerischen Ziele umsetzen“, sagt der Trainer. „Das Ergebnis des Spiels ist am Ende meistens das Resultat der umgesetzten Vorgaben.“

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