Die Hobbysportler erklimmen mit ihren Rädern die höchste Erhebnung Oberschwabens: Zum Abschluss der „Move“-Saison geht es tradi
Die Hobbysportler erklimmen mit ihren Rädern die höchste Erhebnung Oberschwabens: Zum Abschluss der „Move“-Saison geht es traditionell zu einer Sternfahrt auf den Höchsten. (Foto: Sebastian Heilemann)
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Bald schwärmen sie wieder aus, die Radsportler von „Move“. Kilometer für Kilometer nähern sie sich mit viel Schweiß, Motivation und Muskelkraft ihrem Ziel: In vier Monaten fit für einen Alpencross zu werden. Dafür trainieren die Hobbysportler ab April wieder auf den Straßen rund um Ravensburg, Tettnang und Biberach.

In ihren blau-weiß-roten Trikots sind die Radlergruppen nicht zu übersehen. In gleichmäßigem Rhythmus treten sie in die Pedale, Meter für Meter durch die hügelige Landschaft Oberschwabens. Immer mit dabei: die „Move“-Trainer, die die Teilnehmer professionell unterstützen. Am Ende des viermonatigen Programmes wollen die Fahrer genug Kondition haben, um die Alpen mit ihren Rennrädern überqueren zu können. Bis dahin geht es zweimal pro Woche zu gemeinsamen Ausfahrten.

Rund 300 Radfahrer werden in diesem Frühjahr wieder im Sattel sitzen, wenn „Move“ in die bereits zehnte Runde geht. Michael Obert aus Friedrichshafen ist seit der ersten Auflage des Ausdauerprogramms dabei – und auch dieses Jahr möchte der Hobbysportler wieder bei der Tettnanger Trainingsgruppe mitfahren. „Schon im ersten Jahr konnte ich am Ende Pässe im Montafon fahren, das hätte ich vorher nie gedacht“, sagt der 59-Jährige.

 Michael Obert ist seit der ersten Stunde begeisterter „Move“-Teilnehmer.
Michael Obert ist seit der ersten Stunde begeisterter „Move“-Teilnehmer. (Foto: Helmut Hefele)

In welcher Leistungsgruppe er dieses Jahr mitfährt, wisse er noch nicht. Denn das entscheidet sich erst nach der Leistungsdiagnostik, die alle Teilnehmer vorher durchlaufen. Von Sportmedizinern werden sie im erstmal gründlich durchgecheckt, um ihr Leistungsniveau zu ermitteln. Beim richtigen Start helfen dann die Gruppenleiter. Neu im Trainingsteam ist dieses Jahr Petra Härle aus Biberach. Sie ist selbst schon fünf Mal als Teilnehmerin bei „Move“ mitgefahren und wird nun die Biberacher Anfängergruppe leiten. „Alleine kann man viel falsch machen, deswegen wird man bei Move langsam herangeführt und gefordert, aber nicht überfordert“, erklärt Härle.

Auch privat hat sie schon öfter Radgruppen geführt und bringt jede Menge Erfahrung mit. Die brauchen die Teilnehmer allerdings nicht: „Es ist für jeden Anfänger, auch ohne Vorkenntnisse geeignet“, betont sie, „solange man Freude an der Bewegung hat und vielleicht schon mal auf einem Fahrrad gesessen hat“. Gelegenheit, ihre Kondition zu testen, haben die Teilnehmer innerhalb der vier Monate unter anderem bei der Tour de Barock im Juni oder einer gemeinsamen Sternfahrt auf den Höchsten im Juli. Zusätzlich gibt es für die Teilnehmer Vorträge, bei denen sie etwa lernen, ihr Fahrrad in Schuss zu halten oder wie eine optimale Sportlerernährung aussieht.

Dass sein Programm auf so großen Zuspruch stößt, hätte Uwe Peschel vor zehn Jahren nicht gedacht: „Mein Ziel war einfach, Leute fürs Rennradfahren zu begeistern – dass daraus ein mehrjähriges Event wird, war anfangs gar nicht die Idee“, erinnert er sich.

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