FC Leutkirch trifft auf den SV Ringschnait

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Bernd Häge (links, hier in der Partie gegen Kressbronn) muss verletzt zuschauen, wenn der FC Leutkirch im Relegationsspiel auf
Bernd Häge (links, hier in der Partie gegen Kressbronn) muss verletzt zuschauen, wenn der FC Leutkirch im Relegationsspiel auf den SV Ringschnait trifft. (Foto: Reiner Roither)
Klaus Eichler

Die Fußballsaison geht ab Mittwoch für einige Mannschaften mit der Relegation in die Verlängerung. Der Vizemeister der Bezirksliga Bodensee, der FC Leutkirch, trifft im ersten Spiel der Aufstiegsrelegation zur Landesliga-Staffel IV auf den Vizemeister aus dem Bezirk Riß, den SV Ringschnait. Gespielt wird ab 18 Uhr beim SV Aichstetten.

Parallel trifft in Schömberg der Vizemeister aus dem Bezirk Zollern, der SV Gruol, auf den Vizemeister des Bezirks Donau, die Sportfreunde Hundersingen. Der Sieger dieser Partie ist in der zweiten Relegationsrunde am Samstag, 16. Juni, um 15.30 Uhr entweder in Wolfegg Gegner des FC Leutkirch oder in Dettingen an der Iller Gegner des SV Ringschnait. Das Relegationsfinale zur Landesliga ist am Sonntag, 24. Juni, um 15 Uhr. Gegner ist der SV Weingarten, der sich bis zu diesem Termin ausruhen und sich die Gegner anschauen kann. Der Spielort liegt noch nicht fest.

Starke Offensive des SVR

In der Saison 2013/14 feierte der FC Leutkirch sein 30-jähriges Bestehen. Die Vizemeisterschaft und das Erreichen der Aufstiegsrelegation ist für den jungen FC Leutkirch schon jetzt der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte – und es könnte noch ein weiterer dazukommen. Dazu muss der FC zunächst die Hürde SV Ringschnait nehmen. „Was passieren könnte, so weit wollen wir gar nicht denken“, hält Trainer Patrick Straub den Ball flach. Beide Teams werden sich in Aichstetten auf Augenhöhe begegnen, was ein Blick auf die Tabelle verrät. 64 Punkte holte der SV Ringschnait in der abgelaufenen Saison, 61 Punkte der FC Leutkirch. Mit nur 29 Gegentoren stellte Leutkirch die beste Defensive in der Bezirksliga Bodensee, nur drei Gegentreffer mehr musste Ringschnait hinnehmen. Überragend war die Offensive des SV Ringschnait. Während Leutkirch 59 Tore geschossen hat, traf Ringschnait 77-mal. 31 Tore gehen auf das Konto von Manuel Münst. Der Torjäger wurde überlegen Torschützenkönig in der Bezirksliga Riß. „Wenn man sich die Anzahl der Tore anschaut, weiß jeder, wo die Stärken beim SV Ringschnait liegen“, sagt Patrick Straub. „Es wird eine Herausforderung, diesen Stürmer in den Griff zu bekommen.“ Für Straub bleibt es trotzdem ein Spiel wie jedes andere. „Auch wenn Ringschnait das erfahrene Team stellt“. In Matthias Stützle (Urlaub) und Bernd Häge (Kreuzbandriss) fehlen zwei wichtige Spieler.

Aus dem Vollen schöpfen können dagegen die Trainer Stefan Wiest und Simon Boscher vom SV Ringschnait. Das Eigengewächs Wiest betreut den SVR seit dem Abstieg aus der Landesliga 2015, in der man laut Wiest viel Lehrgeld bezahlt habe. „Doch in den letzten drei Jahren ist wieder etwas gewachsen“, sagt Stefan Wiest. 2016 wurde Ringschnait Neunter, 2017 Sechster und jetzt Vizemeister. „Die Mannschaft nahm eine gute Entwicklung“, sagt Wiest. „Mit 64 Punkten wären wir in der vergangenen Saison überlegen Meister geworden, aber der FV Biberach spielte in einer anderen Liga.“ Lob gibt es von Wiest naturgemäß für seinen Topstürmer Manuel Münst. „Manuel ist ein überragender Stürmer“, sagt Wiest. „Er ist sicher ein Schlüsselspieler bei uns.“ An einem guten Tag könne er ein Spiel allein entscheiden. So wie im letzten Spiel gegen den TSV Wain, als Münst drei Tore gelangen. Für den TSV Wain bedeutete dies der Abstieg aus der Bezirksliga. An Münst allein will Wiest den Erfolg aber nicht festmachen. „Wir haben gegen den FC Leutkirch nur eine Chance, wenn wir als Mannschaft auftreten.“

Auch der SV Ringschnait will sich mit dem Thema Aufstieg noch nicht beschäftigen. „Sich damit auseinanderzusetzen ist vergeudete Energie“, glaubt Stefan Wiest. „Wir wollen ein gutes Spiel machen, danach schauen wir weiter. Zum Aufstieg ist es noch ein langer Weg.“ Der Beginn ist am Mittwoch in Aichstetten.

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