Marica Toth wird vermisst: Warum ihr Sohn die Hoffnung nicht aufgibt

 Marica Toth wird seit dem 1. Juni vermisst. Die Familie will die Hoffnung noch nicht aufgeben.
Marica Toth wird seit dem 1. Juni vermisst. Die Familie will die Hoffnung noch nicht aufgeben. (Foto: Polizei)
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Die Suche nach der 65-jährigen Marica Toth geht weiter. Ihr Sohn Andreas hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die an leichter Demenz erkrankte Frau noch lebt.

Was war geschehen? Am frühen Abend des 1. Juni war Marica Toth mit ihrem Mann bei Freunden in Aulendorf, als sie plötzlich unbemerkt das Haus verlassen haben muss.

Letzte Videoaufnahmen von ihr entstanden am Aulendorfer Bahnhof, vermutlich stieg sie in einen Zug in Richtung Süden, eventuell Lindau. Was danach passierte, ist sowohl der Familie als auch der Polizei gegenwärtig völlig schleierhaft.

Sohn hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung

„Es ist mir unbegreiflich“, sagt Andreas Toth, der in Ravensburg ein Textilgeschäft betreibt. „Ich hoffe, dass meine Mutter mittlerweile so geschwächt ist, dass sie bald irgendjemandem auffällt“, sagt er. Er gehe weiter davon aus, dass sie sich trotz ihrer begonnenen Demenz halbwegs sicher in Städten bewegen könne, und nicht jedem umgehend als hilflos auffalle.

Seine Mutter habe aber weder eine Tasche noch eine Jacke dabei gehabt. Er wolle dennoch optimistisch bleiben, auch wenn das anderen Familienmitgliedern schwerer falle: „Einer muss ja rational bleiben“, sagt er.

Er sei nach dem Verschwinden seiner Mutter nächtelang vergebens durch die Gegend gefahren, und hoffe jetzt, dass die Polizei bei ihren Ermittlungen bald Erfolg hat.

Viele Menschen wollten uns bereits helfen, bislang ist aber leider alles im Sande verlaufen.

Polizei-Pressesprecherin Daniela Baier

Polizei-Pressesprecherin Daniela Baier bestätigt, dass die Ermittler aktuell mit finalen Auswertungen des eingeholten Videomaterials beschäftigt seien, das in diversen Zügen am 1. Juni aufgezeichnet worden war. „Wenn sich dort etwas ergibt, werden wir natürlich sofort Maßnahmen einleiten“, sagt sie.

Solange es da aber nichts gibt, sei die Polizei weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. „Viele Menschen wollten uns bereits helfen, bislang ist aber leider alles im Sande verlaufen“, sagt sie.

Flyer-Suche nach Marica Toth

Andreas Toth und andere Familienmitglieder waren in den vergangenen Tagen nicht untätig. Rund 100 Flyer, mit denen sie nach Marica Toth suchen, haben sie in Städten wie Bregenz, Lindau, Ulm, Aulendorf, aber auch Sigmaringen und Mengen aufgehängt.

Die Toths haben jahrzehntelang in Ennetach gelebt, Marica Toth war jahrelang Mitarbeiterin am Sigmaringer Josefinenstift. Mittlerweile haben die Toths ihren Lebensmittelpunkt nach Kroatien verlegt und nur noch eine Wohnung in Hundersingen.

„Meine Mutter war gerade erst wieder nach Deutschland gekommen, weil sie sich von ihrem Mengener Arzt bezüglich ihrer begonnenen Demenz behandeln lassen wollte“, sagt Andreas Toth. Der Termin wäre am vergangenen Montag gewesen. Da fehlte von Marica Toth schon sechs Tage lang jede Spur.

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