Fairtrade mit regionalem Bio verbinden: Ravensburg wird „Fairtrade“-Landkreis

Lesedauer: 3 Min
 Der Kreistag hat dem Antrag der Grünen Kreistagsfraktion zugestimmt, den Landkreis als „Fairtrade-Landkreis“ zertifizieren zu l
Der Kreistag hat dem Antrag der Grünen Kreistagsfraktion zugestimmt, den Landkreis als „Fairtrade-Landkreis“ zertifizieren zu lassen. (Foto: Bündnis 90/Die Grünen)
Schwäbische Zeitung

Mit großer Mehrheit hat der Kreistag dem Antrag der Grünen-Kreistagsfraktion zugestimmt, den Landkreis als „Fairtrade-Landkreis“ zertifizieren zu lassen. Um diesen Prozess zu begleiten und unterstützen zu können, trafen sich Mitglieder der Grünen-Kreistagsfraktion mit den geschäftsführenden Vorständen von Weltpartner dwp, Rainer Ziesel und Thomas Hoyer, die solche Zertifizierungsverfahren schon häufig fachkundig und erfolgreich begleitet haben, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen.

Dabei wurde deutlich, dass angesichts vieler bestehender Ansätze die bloße Zertifizierung keine allzu hohe Hürde darstellen dürfte, schwieriger sei es allerdings, den Prozess nachhaltig zu verstetigen und zu verbreitern, so Vorstand Thomas Hoyer. Vor allem die Vernetzung mit der bestehenden Bio-Muster-Region beinhalte eine große Chance und liege deshalb den Grünen besonders am Herzen, stellte Kreisrat Bruno Sing heraus, und zwar mit einem „regionalen und fairen Bio“, heißt es weiter.

Dabei könne und müsse man über die Zertifizierungsvorgaben durchaus hinausgehen. Zunächst schwebt den Grünen ein regionaler Einkaufsführer vor, der es ermögliche, mit dem guten Vorhaben nachhaltig in die Fläche zu kommen, wie die Fraktionsvorsitzende Liv Pfluger anregte. Langfristig müsse man dabei auch das Beschaffungswesen der Kreisschulen und Krankenhäuser in den Blick nehmen, schlug Hille Fiegel-Hertrampf vor.

Wichtig sei, dass man sich nicht nur auf das Engagement der Ehrenamtlichen verlasse, sondern auch personelle Voraussetzungen schaffe, um den Zertifizierungsprozess zum andauernden Erfolg führen zu können, betonte Kreisrat Martin Weiß. In diesem Zusammenhang, so Kreisrat Roland Zintl, brauche es eine regelmäßige Berichtspflicht der Kreisverwaltung gegenüber dem zuständigen Ausschuss, damit sich der Kreis mit dem „Fairtrade-Label“ nicht bloß schmücke, sondern nachhaltig, kräftig und auf Dauer bei der guten Sache bleibe.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen