Fürs Bauen gelten in der Nordstadt strengere Regeln

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Das frühere Kreiswehrersatzamt an der Schützenstraße liegt unter anderem im Geltungsbereich der Erhaltungssatzung Nordstadt.
Das frühere Kreiswehrersatzamt an der Schützenstraße liegt unter anderem im Geltungsbereich der Erhaltungssatzung Nordstadt. (Foto: Archiv: Adler, Bernd)

Das Gebiet in der Nordstadt, für das ab sofort eine sogenannte Erhaltungssatzung gilt, ist noch einmal erweitert worden. Es reicht jetzt nach einem neuen Beschluss des Ausschusses für Umwelt und Technik an der Gartenstraße bis zur Ecke Franz-Stapf-Straße, umfasst außerdem wie gehabt die Schussenstraße bis zur Ecke Berger Straße und weite Teile der Kuppelnaustraße, Schützenstraße, Allmandstraße und Möttelinstraße.

Bei der Erhaltungssatzung handelt es sich um ein Instrument des Baurechts. Besitzer von Häusern (häufig Erben), die bauliche Veränderungen vornehmen möchten, um einen größeren Profit aus ihren Grundstücken herauszuschlagen, brauchen dafür zunächst die Zustimmung der Stadtverwaltung. So soll verhindert werden, dass stadtbildprägende historische Bausubstanz verlorengeht und gesichtslosen Mehrfamilienhäusern weicht. Die Nordstadt ist geprägt von alten Villen mit prächtigen, großen Gärten, und dieser Charakter soll nach dem Wunsch der Stadtverwaltung und des Gemeinderates erhalten bleiben. Wer neu bauen will, muss sich künftig in der Kubatur und Art der Bebauung an die jetzigen Strukturen anpassen. Ziel in der Nordstadt ist es, die betroffenen Anlagen „in ihrer gründerzeitlichen Eigenart und Straßenwirkung“ zu schützen.

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