Für den Westen was Neues

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 Neu für Alt: Genau geplant haben Ralf Probst und seine Kollegen von der TWS Netz den Bau eines neuen Schaltwerkes in der Schmal
Neu für Alt: Genau geplant haben Ralf Probst und seine Kollegen von der TWS Netz den Bau eines neuen Schaltwerkes in der Schmalegger Straße in Ravensburg. (Foto: TWS)
Schwäbische Zeitung

Ein Bagger hat am Montag, 5. August, an der Schmalegger Straße in Ravensburg Platz für Neues geschaffen. Wie die Technischen Werke Schussental (TWS) mitteilen, soll an dieser Stelle ein Schaltwerk entstehen. Dafür investieren die TWS nach eigenen Angaben rund 1,5 Millionen Euro.

Ziel sei es, die Versorgungssicherheit im örtlichen Stromnetz weiter zu erhöhen. Von dem neuen Schaltwerk aus werde die elektrische Energie in die westlichen Ortsteile Ravensburgs verteilt. „Wir stellen uns den Herausforderungen der Zukunft, die unter anderem die zunehmende Einspeisung von lokal erzeugter elektrischer Energie mit sich bringt“, erklärt Ralf Probst, Teamleiter der TWS Netz.

Die bisherige Versorgungseinrichtung mit einer Bausubstanz aus den 1970er-Jahren werde in den kommenden Tagen komplett abgetragen. Danach würden die Vorbereitungen für den Neubau beginnen, wie es weiter heißt. Bereits Mitte Juli habe die TWS Netz die Stromversorgung der westlichen Ortsteile durch Umschaltungen so organisiert, dass das bisherige Schaltwerk außer Betrieb gehen konnte. Diese Übergangslösung bleibe während der gesamten Bauzeit bestehen; sie ermögliche eine sichere, unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Abgeräumt habe der Bagger lediglich die Gebäudehülle. Zuvor hätten die Mitarbeiter eines Entsorgungsunternehmens das komplette Innenleben des Bauwerks demontiert und die ausgebauten Teile so sortiert, dass sie fachgerecht entsorgt und recycelt werden können. Denn gerade in Kabeln und elektronischen Bauteilen steckten Rohstoffe wie Kupfer und Nickel. „Es ist uns wichtig, dass diese wertvollen Ressourcen wieder Verwendung finden“, erklärt Probst.

Weiter gehe es in der Schmalegger Straße nun mit der Einrichtung der Baustelle. Bis das vorgefertigte Schaltwerk Mitte September komme, brauche es noch eine verdichtete Schotterschicht, um das Gewicht von fast 100 Tonnen aufzunehmen. Für Anschlussarbeiten und Tests habe die TWS Netz mehrere Wochen einkalkuliert. Ab Dezember werde das neue fernüberwachte und fernsteuerbare Schaltwerk an das Mittel- und Niederspannungsnetz angeschlossen, heißt es abschließend.

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