Ex-Towerstar Slavetinsky in Dresden: „Endlich ein System“

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Ex-Towerstars-Verteidiger Lukas Slavetinsky spielt ab sofort in Dresden. (Foto: Felix Kaestle)
Schwäbische Zeitung

Jetzt ist es raus: Ex-Towerstars-Verteidiger Lukas Slavetinsky wechselt zum Ravensburger Ligakonkurrenten Dresden. Der 32-Jährige unterschrieb am Freitag einen Vertrag für den Rest der Saison. Slavetinsky war vor knapp zwei Wochen nach einem tiefen Zerwürfnis mit Towerstars-Trainer Petri Kujala in Ravensburg entlassen worden.

„Ausschlaggebend war für mich, dass ich nicht in ein komplett neues Umfeld reinmuss“, sagte Slavetinsky am Freitag der SZ. Der Verteidiger spielte bereits in jungen Jahren in der Saison 2001/2002 in Dresden und hinterließ auch damals mit 33 Scorerpunkten einen starken Eindruck. „Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit dem Trainer“, sagte Slavetinsky weiter. Mit Eislöwen-Coach Thomas Popiesch spielte Slavetinsky in der Saison 1999/2000 in Erding zusammen. „Wir kennen uns schon lange“, sagte Slavetinsky.

Man sei sich ziemlich schnell einig gewesen, bis alle Details ausgearbeitet waren, dauerte es dennoch rund eineinhalb Wochen. Nach eigener Aussage hatte Slavetinsky noch andere interessante Angebote, nicht aus der DEL, aber von einigen Clubs aus der DEL 2. „Es war am Ende keine Entscheidung gegen diese Clubs, sondern eine für Dresden, die ich zusammen mit meiner Frau Dani getroffen habe“, sagt der Spieler, die Anbindung nach Dresden sei relativ gut.

Freude auf ein Wiedersehen

Bewusst habe er sich für eine Play-off-Mannschaft entscheiden, sagte Slavetinsky weiter. „Die Mannschaften da oben liegen eng beieinander, da kann jeder jeden schlagen.“ Wichtig sei es jetzt, die Play-offs zu sichern, „dann muss man mal schauen, was passiert“. Slavetinsky freut sich jedenfalls schon auf ein Wiedersehen mit Ravensburg, möglichst schon in der Zwischenrunde. „Gerne, immer her damit, ich mag solche Spiele“, sagte „Slava“, „das wird einige Leute auf Ravensburger Seite mehr stören als mich.“ Slavetinsky hat am Freitag zum ersten Mal mit seinem neuen Team trainiert. Seine ersten Spiele sind am Freitag zu Hause gegen Bad Nauheim und am Sonntag in Kaufbeuren.

Er müsse sich jetzt erst auf ein neues Spielsystem einstellen, sagt Slavetinsky, beziehungsweise: „endlich überhaupt ein System“, so der Verteidiger mit einem Seitenhieb auf seinen alten Club. „Da muss ich mich erst einmal reinspielen.“ Nächste Woche im Training gelte es dann, hart zu arbeiten. „Dresden spielt ein sehr laufintensives, aggressives, offensives Eishockey.“ Taktisch sei Dresden immer gut aufgestellt gewesen, „da habe ich jetzt etwas Nachholbedarf“.

Slavetinskys Vertrag in Dresden gilt bis Saisonende. Dadurch, dass er eine Option in seinem alten Vertrag mit den Towerstars gezogen hat, hat er für die kommende Saison aber einen gültigen Vertrag in Ravensburg. „Vertrag ist Vertrag, so kenne ich das, ich habe mich da immer dran gehalten“, sagt der Eishockeyprofi. Außer der Verein komme auf ihn zu und wolle ihn nicht haben. „Dann kann man das auch wieder anders regeln, so wie jetzt.“ Dennoch geht Slavetinsky momentan davon aus, dass er im nächsten Jahr wieder in Ravensburg auf dem Eis steht. „Es ist unbegreiflich, aber es ist halt so.“

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