EVR bezwingt Play-off-Konkurrenten

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 Louis Delsor und Goalie David Heckenberger mussten hier zwar das 3:3 hinnehmen, aber der EV Ravensburg gewann Heilbronn noch na
Louis Delsor und Goalie David Heckenberger mussten hier zwar das 3:3 hinnehmen, aber der EV Ravensburg gewann Heilbronn noch nach Penaltyschießen. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

EV Ravensburg – Heilbronner EC 4:3 n.P. (1:0, 3:3, 0:1, 1:0) – Tore: 1:0 (15:27) Martini (Kirsch, J. Katjuschenko), 1:1 (23:28) Platz (Maras, Schreyer), 2:1 (26:42) Martini (Leiprecht, J. Katjuschenko), 3:1 (28:12) Erdelean (F. Valenti, Dona), 3:2 (28:57) Seeger (Schreyer), 3:3 (34:39 ÜZ) Breiter (Williams, Vogler), 4:3 (38:07) Tischer (Delsor, Leiprecht), 4:4 (53:32) Steinke (Maras, Kollmar), 5:4 Erdelean (Penalty) – Strafen: Ravensburg 6 Minuten, Heilbronn 8 Minuten – Zuschauer: 300.

Der EV Ravensburg hat gegen den Heilbronner EC mit 5:4 nach Penaltyschießen gewonnen und damit in der Eishockey-Regionalliga einen Konkurrenten um die Play-off-Plätze geschlagen. Der EVR haderte jedoch damit, einen Punkt liegen gelassen zu haben. Da Bietigheim und Hügelsheim jeweils gewonnen haben, ist Ravensburg auf Platz drei zurückgefallen.

Gegen Heilbronn entwickelte sich ein Spiel, in dem beide Mannschaften zunächst auf die Verhinderung von Toren bedacht waren. Heilbronn hatte mehr Anteile, der EVR setzte gefährlichere Konter. Mit einem schnellen Gegenstoß fiel in der 16. Minute die überraschende Führung für Ravensburg. Nach einem Schuss von Steffen Kirsch rutschte die Scheibe vom Torhüter neben den Pfosten, André Martini staubte ab.

Tore satt gab es für die 300 Zuschauer in der Eissporthalle im zweiten Drittel zu sehen. In der 24. Minute ließ sich Ravensburg aus der Defensive locken und lief in einen schulbuchmäßig gespielten Konter der Heilbronner, den Robin Platz mit einem flachen Schuss ins lange Eck abschloss. Der erneut starke EVR-Goalie David Heckenberger war ohne Chance. Der EVR ließ sich aber nicht aus dem Rhythmus bringen und setzte sofort nach. In der 27. Minute vollendete Martini eine schöne Kombination über Bernhard Leiprecht und Johann Katjuschenko zum 2:1. Zwei Minuten später fiel nach dem wohl schönsten Passspiel des Abends bei einer angezeigten Strafe das 3:1 durch Dennis Erdelean.

Überflüssige Strafe

Dieser Treffer war ein Weckruf für die Gäste, die nun aggressiver zu Werke gingen. 45 Sekunden nach dem 3:1 lag der Puck zum Anschlusstreffer im Ravensburger Tor. In der 34. Minute handelte sich der EVR eine überflüssige Strafe ein, als ein auf dem Eis liegender Stock eines Heilbronners mit der Hand weggeschoben wurde. Nach wenigen Sekunden Heilbronner Überzahl lag die Scheibe wieder hinter Heckenberger, doch die Schiedsrichter entschieden auf Torraumabseits. Schon in der nächsten Szene war es aber mit einem strammen Schuss geschehen – 3:3. Nun musste Ravensburg bangen, das Spiel drohte zu kippen. Dass es nicht dazu kam, war Martin Tischer zu verdanken. Sein Schuss aus eigentlich unmöglich spitzem Winkel schlug im kurzen Eck zum 4:3 ein.

Im letzten Drittel versuchte der EVR, mit konsequenter Defensivarbeit den Vorsprung über die Zeit zu bringen, ließ sich aber zu sehr ins eigene Drittel zurückdrängen und vergab etliche Kontermöglichkeiten. In der 54. Minute rächte sich das – Daniel Steinke erzielte den Ausgleich für Heilbronn. Dennoch hätte Ravensburg das Spiel noch gewinnen müssen. Für vier Minuten wanderte in der 56. Minute der Heilbronner Martin Williams in die Kühlbox. Eine halbe Minute vor dem Schlusspfiff folgte Sven Breiter. Beim EVR war aber nach einem kräftezehrenden Spiel die letzte Konzentration dahin, die doppelte Überzahl wurde nicht genutzt.

Es ging ins Penaltyschießen. Für den EVR trafen Johann Katjuschenko und André Martini, aber auch Heilbronn war zweimal erfolgreich. In der nächsten Runde behielt Dennis Erdelan die Nerven und David Heckenberger hielt gegen Heiko Vogler. So sicherte sich der EVR wenigstens den Zusatzpunkt.

EV Ravensburg – Heilbronner EC 4:3 n.P. (1:0, 3:3, 0:1, 1:0) – Tore: 1:0 (15:27) Martini (Kirsch, J. Katjuschenko), 1:1 (23:28) Platz (Maras, Schreyer), 2:1 (26:42) Martini (Leiprecht, J. Katjuschenko), 3:1 (28:12) Erdelean (F. Valenti, Dona), 3:2 (28:57) Seeger (Schreyer), 3:3 (34:39 ÜZ) Breiter (Williams, Vogler), 4:3 (38:07) Tischer (Delsor, Leiprecht), 4:4 (53:32) Steinke (Maras, Kollmar), 5:4 Erdelean (Penalty) – Strafen: Ravensburg 6 Minuten, Heilbronn 8 Minuten – Zuschauer: 300.

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