EV Ravensburg erreicht die Play-offs

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 Adrian Kirsch (rechts), hier mit Verteidiger Leon Dona, ebnete mit seinem ersten Saisontor den Weg in die Play-offs.
Adrian Kirsch (rechts), hier mit Verteidiger Leon Dona, ebnete mit seinem ersten Saisontor den Weg in die Play-offs. (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Geschafft. Mit einem Punktgewinn in Hügelsheim hat der EV Ravensburg die erste Play-off-Teilnahme seit seiner Zugehörigkeit zur Eishockey-Regionalliga Südwest perfekt gemacht. Das 3:2 nach Penaltyschießen für die Baden Rhinos war ein Spiel, das den fast 800 Zuschauern Dramatik pur bot.

Der EVR brauchte dringend den Punkt, um aus eigener Kraft das Zittern um die Endrunde zu beenden. Für Hügelsheim bedeuten die beiden Zähler, dass die „Rhinos“ noch aus eigener Kraft die Eisbären Heilbronn überholen und ihrerseits in die Play-offs einziehen können. Insofern konnte man beiderseits mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein.

Für den EVR geht es jetzt noch um Platz zwei und damit das Heimrecht im Halbfinale. Bietigheim ist durch ein 4:3 gegen Eppelheim bis auf drei Punkte an den EVR herangerückt und kann bei einem Spiel weniger noch vorbeiziehen. Das entscheidet sich am kommenden Wochenende, wenn Bietigheim bei Tabellenführer Zweibrücken antritt. Der EVR hat spielfrei. Die Oberschwaben wissen dann, wie sehr sie sich am letzten Spieltag in Stuttgart ins Zeug legen müssen, um Platz zwei aus eigener Kraft zu behaupten.

Die Vorzeichen in Hügelsheim standen nicht unbedingt günstig für den EVR. Es war wieder einmal das Freitagnachmittag-Problem. Aus beruflichen Gründen konnten Lubos Sekula, Alex Katjuschenko und Bernhard Leiprecht nicht bereits um 14 Uhr im Bus sitzen. Doch auch ohne das Trio behauptete sich das Team hervorragend. Zunächst war eine Unterzahl zu überstehen. Dann schlug einmal mehr die zweite Reihe zu. Philipp Heckenberger bediente Jonas Mikulic zum 0:1 in der zehnten Minute.

Der EVR machte Hügelsheim geschickt die Räume dicht und ging mit der knappen Führung in die Pause. In der 29. Minute leitete erneut Philipp Heckenberger die Kombination zum 0:2 ein. Erfolgreich war diesmal die dritte Reihe. Fabio Valenti legte auf Adrian Kirsch auf. Es war der erste Saisontreffer für den Allrounder, und der kam genau zur richtigen Zeit.

Wieder rettete der EVR das Ergebnis gegen drängende Baden Rhinos in die Pause. Doch der EVR und seine Führungen, das ist die unendliche Geschichte dieser Saison. Die Taktik von Coach Martin Masak ging glänzend bis zur 42. Minute auf. Dann mussten zwei EVR-Cracks nacheinander auf die Strafbank, was in Minute 43 fatale Folgen haben sollte. Die „Nashörner“ zeigten sich nun äußerst beweglich und brauchten in doppelter Überzahl nur 14 Sekunden, bis Sebstian Ott zum Anschlusstreffer einnetzte. Ravensburg spielte wieder zu viert, doch es kam noch schlimmer. Nur 45 Sekunden nach dem Anschluss glich Noel Johnson aus. Der Allerweltsspruch von den Spielen, die niemand auf der Strafbank gewinnt, hatte sich mal wieder brutal bewahrheitet.

Was folgte, war prickelnde Spannung. Hügelsheim drängte auf den Sieg, durfte das Spiel aber auch auf keinen Fall durch irgendeinen Konter verlieren. Ravensburg verteidigte mit großem Kampf seinen Punkt, zumal man mitbekam, dass das Polster im Torverhältnis auf Heilbronn durch das 11:2-Schützenfest der Eisbären in Stuttgart merklich geschrumpft war. Dabei hatte der EVR noch etliche Chancen, um einen „Dreier“ mit nach Hause zu nehmen. Die Entscheidung fiel schließlich im Penaltyschießen durch Simon Klemmer zugunsten der „Rhinos“.

Unterm Strich war es aus Ravensburger Sicht egal, weil die Play-offs trotzdem fest gebucht werden konnten.

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