Erschwerte Nutzung der Fußwege an der Galgenhalde

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 Bei Fußgängern sorgt die Baustelle an der Galgenhalde in der Ravensburger Weststadt für Unmut.
Bei Fußgängern sorgt die Baustelle an der Galgenhalde in der Ravensburger Weststadt für Unmut. (Foto: Ingrid Augustin)

Der Bau- und Sparverein Ravensburg arbeitet derzeit an einem Projekt in der Galgenhalde in der Weststadt. Zwischen Absenreuterweg und der Meersburger Straße sollen bis 2025 ein Teil der bestehenden Gebäude abgerissen werden und fünf neue Häuser mit 103 Wohn- und drei Gewerbeeinheiten entstehen. Begonnen wurde das Projekt mit dem Bau einer Links-Abbiegespur. Wegen der Baustelle mussten Teile des Fußgängerwegs und der Busspur auf der Meersburger Straße gesperrt werden. Dies sorgt nun für Unmut bei Anwohnern.

Der Grund: Sie können Einkaufsgeschäfte in der Weststadt nur auf Umwegen erreichen. Auch ist der Zugang zur Bushaltestelle an der Meersburger Straße erschwert.

Für zusätzliche Irritation sorgt das Schild für die Fußgängerumleitung. Da dieses auf einen Durchgang zwischen den Wohneinheiten zeigt, halten viele Anwohner den Trampelpfad für den offiziellen Umleitungsweg. Da es sich bei diesem Durchgang um einen provisorisch aufgeschütteten Kiesweg handelt, ist er nicht für alle Passanten nutzbar. „Das hätte man menschenfreundlicher lösen müssen“, findet Anwohnerin Heidi Valin. Vor allem Senioren und Mütter mit Kinderwagen könnten die Kieswege nur schwerlich benutzen. Dass Bauarbeiten auch Einschränkungen mit sich brächten, sei ihr bewusst, so Valin. Sie würde sich jedoch Wege wünschen, die breit genug und besser befestigt seien.

Kieswege keine offizielle Umleitung

Bei dem Trampelpfad handele es sich nicht um die offizielle Umleitung, sagt Karl-Josef Miller vom Bau- und Sparverein Ravensburg. Dieser würde von den Anwohnern lediglich als Abkürzung genutzt und sei daher mit Kies aufgeschüttet worden. Die offizielle Fußgängerumleitung führe um den Wohnblock herum, durch einen Durchgang in der Lärmschutzwand am Ende des Huberöschwegs, erklärt Miller. Es sei jedoch nur der Kiesweg als Umleitung ausgewiesen. Keinesfalls solle die Beschilderung zu Missverständnissen führen, so Miller. Sollte es mit dem inoffiziellen Weg Probleme geben, müsse man darüber nachdenken, ihn zu sperren.

Auch der Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln ist von den Bauarbeiten betroffen. Die Bushaltestelle Meersburger Straße wurde verlegt, eine Sitzgelegenheit oder Überdachung hat die Übergangshaltestelle nicht. Je nach Wetterlage soll die Umleitung noch für drei bis vier Wochen gelten. Danach sollen alle Wege wieder frei nutzbar sein.

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