Ernüchterndes Ende im Wiederholungsspiel

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Sportredakteur

FV Ravensburg – SV Stuttgarter Kickers 1:1 (0:0) – Tore: 0:1 Mohamed Baroudi (64.), 1:1 Pascal Bloching (68.) – Schiedsrichter: Philipp Zimmermann (Nersingen) – Zuschauer: 300 – FV: Seidel – van Beek, Biewer, Brecht, Huber, Nagel (66. Ademi), Xhemajli, Özmen (66. Montero Guerrero), Mayer (41. Pfister), Merk (55. Bloching), Stehle.

Max Biewer konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und musste von Krämpfen geplagt in der 79. Minute vom Platz. Auch Kapitän Yannic Huber humpelte in der Schlussphase mehr über den Rasen als dass er gerannt wäre. Die B-Junioren des FV Ravensburg hatten sichtlich alles gegeben. Aber es hat gegen die Stuttgarter Kickers nicht gereicht.

„Der Aufstieg wäre enorm wichtig für uns“, hatte Ravensburgs Trainer Safet Hyseni vor Spielbeginn am Samstag gesagt. „Und es wäre die Belohnung für eine starke Saison.“ Dank einer exzellenten Rückrunde hatten sich Ravensburgs U17-Fußballer doch noch die Meisterschaft in der Verbandsstaffel Süd gesichert. Dafür erhielten sie am Samstag den Meisterwimpel. Mehr allerdings auch nicht – in die Oberliga steigen die Stuttgarter Kickers auf.

Ein 1:1 im Wiederholungsspiel der Aufstiegsrelegation reichte dem FV nicht, um aufzusteigen. Das Hinspiel hatte Ravensburg in Stuttgart mit 0:1 verloren. Bereits vor zwei Wochen verloren die Ravensburger das Rückspiel im Elfmeterschießen. Doch weil der Schiedsrichter einen kurz zuvor vom Platz gestellten Stuttgarter zum Elfmeterschießen antreten ließ, hatte der FV Protest eingelegt – und zumindest das Wiederholungsspiel erzwungen.

„Meine Mannschaft hat alles rausgehauen, was bei den heißen Temperaturen drin war“, meinte Hyseni. Doch Ravensburg traf das Tor nicht. In der ersten Halbzeit vergab der auffällige Enes Özmen zweimal aus aussichtsreicher Position, kurz nach der Pause hätte der Ravensburger das so wichtige Führungstor erzielen müssen. Edi Xhemajli legte den Ball von der Grundlinie rein, doch Özmen brachte nicht genug Dampf hinter seinen Schuss. Im Anschluss an den Eckball köpfte Xhemajli drüber.

Danach wurde es für Ravensburg immer schwerer. Stuttgarts Trainer Markus Hummel wechselte und brachte mehr Offensive in sein Team. Er wusste: Wenn seine Mannschaft ein Tor schießen würde, wäre der Weg für den FV um einiges weiter. Und so kam es dann auch.

Am Schluss in Unterzahl

Der eingewechselte Eduard Heckmann scheiterte in der 64. Minute zwar zunächst an FV-Torwart Niklas Seidel. Doch Heckmann kam wieder an den Ball, legte in die Mitte, und dort traf der starke Mohamed Baroudi zum 1:0. Zwar kam Ravensburg durch Pascal Bloching zum schnellen Ausgleich, doch mehr ließ Stuttgart nicht zu.

Am Ende hatten die FV-Spieler nicht mehr die Kraft, um gefährlich vors Stuttgarter Tor zu kommen. Auch, weil Ravensburg nach Biewers Krämpfen in Unterzahl zu Ende spielen musste. Und so war kurz darauf Baroudi der gefeierte Held bei den Stuttgartern, während die Ravensburger enttäuscht zu Boden sanken. „Es ist sehr bitter“, sagte Hyseni. „Es hat einfach nicht sollen sein.“ Über den Meisterwimpel freute sich daher am Samstagnachmittag beim FV niemand mehr.

FV Ravensburg – SV Stuttgarter Kickers 1:1 (0:0) – Tore: 0:1 Mohamed Baroudi (64.), 1:1 Pascal Bloching (68.) – Schiedsrichter: Philipp Zimmermann (Nersingen) – Zuschauer: 300 – FV: Seidel – van Beek, Biewer, Brecht, Huber, Nagel (66. Ademi), Xhemajli, Özmen (66. Montero Guerrero), Mayer (41. Pfister), Merk (55. Bloching), Stehle.

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