Erfahrungen eines Protokollchefs

Der Protokoll-Chef der Airbus Group, Jörg Schroeder, war zu Gast beim Executive Dinner der DHBW Ravensburg.
Der Protokoll-Chef der Airbus Group, Jörg Schroeder, war zu Gast beim Executive Dinner der DHBW Ravensburg. (Foto: DHBW Ravensburg)
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Beim Executive Dinner, das der Förderverein der DHBW Ravensburg (VFA) regelmäßig für Studierende der DHBW veranstaltet, war dieses Mal der Protokoll-Chef der Airbus Group, Jörg Schroeder, zu Gast. Bei dem Abendessen im Kressbronner Restaurant „Meersalz“ ging es um das Thema „Corporate Behavior and Relationship Management“.

„Seien Sie sich bewusst, dass ihr Verhalten extrem erfolgsfördernd sein kann“, meinte Jörg Schroeder zu den Studierenden. „Organisieren Sie Ihre Beziehungen, denn das führt zum Erfolg.“ 20 Jahre als Protokollchef bei Airbus haben ihn in dieser Aussage bestärkt. Wie man seinem Gegenüber entgegentritt beeinflusst, ob und wie einen dieser im Kopf und auf dem Schirm behält.

Was kann der Einzelne dabei dazutun? Sich informieren! „Je mehr man über sein Gegenüber weiß, desto besser kann ich mich auf ihn einstellen.“ Was für die persönliche Karriere gilt, gilt auch fürs Geschäft, ist sich der Protokollchef, der derzeit in Altersteilzeit im Status a.D. ist, sicher. Seine Karriere begann im Bereich Messen. Dabei hatte er oftmals ein „Facebook“ mit möglichen Kunden dabei. Die herzliche Begrüßung kann dabei den Ausschlag geben für den lukrativen Abschluss. „Solch ein Investment bringt Rendite.“

Als One-Man-Show gestartet, waren es bei Airbus zuletzt weltweit rund 60 Mitarbeiter*innen in der Protokollabteilung. Ihre Aufgabe ist es, so Schroeder, „dass alle Standorte auf der Welt in der gleichen Sprache und im selben Stil kommunizieren“.

Der Protokollchef sorgt dafür, dass Firmenchefs oder Staatsmänner sich auf Augenhöhe begegnen oder dass man im Ausland die schlimmsten Fettnäpfchen souverän umschiffen kann. Das Thema ist vielschichtig – von der Kleiderordnung über das richtige und compliancegerechte Geschenk bis hin zum wertschätzenden Empfang.

Interdisziplinär zu diskutieren ist ein Ziel des Executive Dinners. Das gelang auch dieses Mal wieder, wie der Austausch und die vielen Fragen der Studierenden belegten. Jörg Schroeder gab gerne seine Erfahrungen und seine Überzeugung weiter. Wem es gelingt, Beziehungen aktiv zu gestalten, so sein Credo, der kann das entscheidende Puzzleteil für den Erfolg setzen. Auch der Veranstaltungsort war gut gewählt: Gastgeberin des Abends im „Meersalz“, Dominique Essink, ist Alumna der DHBW Ravensburg.

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